Sound of Metal (FFHH20)

FSK noch unbekannt OT: Sound of Metal (USA, Belgien 2019)
Länge: 120 Minuten
Genre: Drama
Regie: Darius Marder
Drehbuch: Darius Marder, Abraham Marder, basierend auf einer Geschichte von Derek Cianfrance und Darius Marder
Darsteller: Riz Ahmed, Olivia Cooke, Paul Raci, Lauren Ridloff, Mathieu Amalric

Der Schlagzeuger Ruben (Riz Ahmed) und seine Freundin Lou (Olivia Cooke), die ins Mikrofon schreit und ihrer Gitarre nur Rückkopplungen entlockt, touren mit ihrem Wohnmobil als Post-Punk-Noise-Duo durch die US-amerikanische Provinz. Als nach einem Hörsturz Ruben die komplette Taubheit droht, ist erst eimal Schluss mit der Karriere. Lou verschafft Ruben einen Platz in einer Taubstummen-Community – doch der Schlagzeuger will seinen Zustand nicht akzeptieren, obwohl er von allen freundlich aufgenommen wird. Er plant, genug Geld zu sparen, um sich Implantate einsetzen zu lassen. Als er stolz dem Heimleiter seine neue Errungenschaft präsentiert, wird er gnadenlos rausgeschmissen. Ein Mann, der seine Taubheit nicht akzeptiert, hat in der Community nichts zu suchen. Ruben reist nach Paris, wo Lou inzwischen bei ihrem reichen Vater (als Gast: Mathieu Amalric) lebt.

Debütant Darius Marder war 2012 am Drehbuch „The Place Beyond the Pines“ seines Freundes Derek Cianfrance beteiligt, der die Vorlage für „Sound of Metal“ schrieb. Der klassische Independent-Film über einen Außenseiter, dessen Leben zerstört zu sein scheint, überzeugt vor allem durch seine geniale Tonspur. Rubens allmählicher Hörverlust und die gräßlichen Verzerrungen nach der Operation, sind für jeden Zuschauer fast körperlich spürbar. Marder ist hautnah dran an den Personen und ihrer Verzweiflung. Ein ungewöhnlicher Film über eine ungewöhnliche Geschichte. Und ein Wiedersehen mit Olivia Cooke, die wir aus „Me and Earl and the Dying Girl“ noch gut in Erinnerung haben.

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