Die Chaosschwestern und Pinguin Paul

25.01.2024

Putzige Tiere und überdrehte Kinder – das ist schon immer ein Kino-Erfolgsrezept für die Kleinen. Und genau so verläuft der Kinderfilm DIE CHAOSSCHWESTERN UND PINGUIN PAUL von Mike Marzuk. Das ist alles in allem ein extrem unterhaltsamer Spaß – doch leider auch ein bisschen zu harmlos.

Das Chaos hat vier Namen: Livi (Lilit Serger), Tessa (Momo Beier), Malea (Cara Vondey) und Kenny ((Rona Regjepi). Vater Cornelius (Felix Klare) – Typ: Volltrottel – und Mutter Iris (Barbara Romaner) haben ihre Töchter überhaupt nicht im Griff – und so machen die vier Schwestern, was sie wollen. Die 13-jährige Livi glaubt, nach der Geburt vertauscht worden zu sein, und hält sich für die einzig Normale. Für die 15-jährige Tessa dreht sich alles um Beauty und Social Media, frei nach dem Motto: „Alles bessa mit Tessa“. Die zehnjährige Malea träumt vom großen Abenteuer, und die siebenjährige Kenny spricht ständig mit ihrem imaginären Silberfischchen Sashimi.

Als der aus dem nahen Zoo ausgebüxte Humboldt-Pinguin Paul in Livis Zimmer auftaucht, ist das Chaos perfekt. Die Mädchen wollen das Tier sofort zurückbringen, doch die Zoodirektorin glaubt an einen Aprilscherz. Stattdessen ist das finstere Gaunerpärchen Mary (Janine Kunze) und Marc (Max Giermann) scharf auf den exotischen Vogel, um Paul in ihrer magischen Trick-Show einsetzen zu können – und entführen kurzerhand den Pinguin. Mit Hilfe von Nachbarsohn Deniz (Giovanni Francesco), auf den Livi ein Auge geworfen hat, machen sich die Chaosschwestern auf die Verfolgung…

Regisseur Mike Marzuk hat das Ganze mit seinen vier sympathischen Jungschauspielerinnen turbulent inszeniert – doch mit der Logik nimmt er es nicht sehr genau. Da wird wild zwischen den unterschiedlichsten Schauplätzen und Landschaften quer durch Deutschland hin und her gesprungen. Doch Kindern ist dies anscheinend völlig egal.

Aber warum begeht fast jeder Kinderfilm-Regisseur immer wieder den gleichen Kardinalfehler? Warum werden die Gauner in heimischen Filmen bloß so unrealistisch albern gezeigt? Kabarettist und TV-Star Max Giermann spielt seine überzeichnete Rolle mit dämlicher Perücke als bescheuerte Knall-Charge. Zum Weggucken! Hauptsache, die Kinder haben ihren Spaß!

Trailer

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Originaltitel

Die Chaosschwestern und Pinguin Paul (Deutschland 2023)

Länge

100 Minuten

Genre

Komödie / Familie

Regie

Mike Marzuk

Drehbuch

Mike Marzuk, Korbinian Wandinger, nach dem Buch von Dagmar H. Mueller

Darsteller

Lilit Serger, Momo Beier, Cara Vondey, Rona Regjepi, Deniz Asman, Felix Klare, Max Giermann, Janine Kunze, Denis Moschitto, Michael Lott

Verleih

DCM Film Distribution GmbH

Filmwebsite

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