Platzspitzbaby

Kinostart: 18.11.2021

ab12 OT: Platzspitzbaby (Schweiz 2020)
Länge: 100 Minuten
Genre: Drama
Regie: Pierre Monnard
Drehbuch: André Küttel
Darsteller: Luna Mwezi, Sarah Spale, Anouk Petri, Delio Malär, Jerry Hoffmann, Thomas U. Hostettler, Caspar Kaeser, Lea Whitcher, Esther Gemsch
Verleih: Alpenrepublik GmbH

Ende der 1980er-Jahre wurde ein kleiner Park beim Züricher Hauptbahnhof zum berühmt-berüchtigten Treffpunkt von Dealern und Drogensüchtigen: der Platzspitz. Täglich hielten sich dort bis zu 3000 Menschen auf – unter den schlimmsten Bedingungen. Das Elend der offenen Drogenszene fand erst 1995 ein Ende.

Der Film PLATZSPITZBABY – MEINE MUTTER, IHRE DROGEN UND ICH beschreibt die wahre Geschichte der heute 36-jährigen Autorin Michelle Halbheer, nach deren Autobiografie der Regisseur Pierre Monnard sein erschütterndes und aufwühlendes Drama inszenierte. Er hatte das Glück, in der elfjährigen Luna Mwezi eine kongeniale Besetzung für die Rolle der Mia zu finden, aus deren Sicht der ganze Filme erzählt wird.

Nach der Auflösung der offenen Szene ziehen Mia und ihre drogensüchtige Mutter Sandrine (Sarah Spale) in ein verschlafenes Nest im Schweizer Oberland. Die anfängliche Idylle wird jäh zerstört, als Sandrines ehemalige Freunde auftauchen und sie rückfällig wird. Mia flüchtet sich in eine Traumwelt – ihr bester Freund ist Buddy (Delio Malär), den nur sie sieht. Unverkennbar ist die Figur Buddy Holly nachempfunden.

Pierre Monnard und Luna Mwezi gelingt es meisterhaft, das unbeschreibliche Elend des Mädchens sehr realistisch auf die Leinwand zu bringen. Wie muss sich eine 11-Jährige in dieser schrecklichen Situation fühlen? Oft möchten wir als Zuschauer gar nicht mehr hinsehen. PLATZSPITZBABY – MEINE MUTTER, IHRE DROGEN UND ICH verlangt starke Nerven. Immer wieder versucht Mia, im Kopf diesem trostlosen Alltag zu entfliehen – dabei helfen Buddy, neue Freunde und eine Art Ersatzfamilie. Doch der Kampf gegen die dominierende Mutter, die längst jenseits der Realität in ihrer Drogenwelt lebt, scheint aussichtslos zu sein. Ich kann verstehen, dass viele diese Art Kino ablehnen. Doch auch Filme wie dieser gehören zu uns!

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Filmplakat

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