Die Adern der Welt

Kinostart: 29.07.2021

ab0 OT: Veins of the World (Deutschland / Mongolei 2020)
Länge: 96 Minuten
Genre: Drama
Regie: Byambasuren Davaa
Drehbuch: Byambasuren Davaa
Darsteller: Bat-Ireedui Batmunkhw, Enerel Tumen, Yalalt Namsrai, Algirchamin Baatarsuren, Ariunbyamba Sukhee, Purevdorj Uranchimeg, Alimtsetseg Bolormaa, Batzorig Sukhbaatar, Unurjargal Jigjidsuren, Sarantsetseg Myagmar, Batbaatar Uukhaan, Ravdandorj Shirchin, Baatartsogt Lkhagvasuren, Davaasamba Sharav
Verleih: Pandora Film GmbH & Co. Verleih KG

Die Mongolei ist eines der am dünnsten besiedelten Länder der Erde. Das riesige Agrarland in Mittelasien ist inzwischen ins Zentrum großer Bergbauunternehmen gerückt. Angeblich liegen unter der Erde der Mongolei noch Bodenschätze im Wert von ein bis drei Billionen US-Dollar. Eine erschreckende Zahl! Schlimmster Nebeneffekt: Die einheimischen Nomaden werden von ihren angestammten Hochebenen vertrieben und müssen in den wenigen Städten des Landes ein karges Leben fristen. 

Genau davon handelt das poetische Melodram „Die Adern der Welt“ der Mongolin Byambasuren Davaa („Die Geschichte vom weinenden Kamel“, 2003). Der zwölfjährige Amra lebt mit seiner Mutter Zaya, seinem Vater Erdene und seiner kleinen Schwester Altaa in den Weiten der mongolischen Steppe ein klassisches Nomadenleben. Zaya kümmert sich um die Ziegenherde, den Käse verkauft Erdene in seinem klapprigen Cabrio (mit geklautem Mercedes-Stern) auf dem lokalen Markt und betätigt sich dort auch als Mechaniker. Amra träumt davon, bei der Song-Contest-TV-Show „Mongolia’s Got Talent“ in der Hauptstadt Ulaanbaatar mitzuwirken. Als Erdene bei einem Unfall stirbt – das Auto stürzt in das Bohrloch einer illegalen Mine -, und die Bagger bei der Goldsuche immer näher rücken, scheinen die Tage der Rumpffamilie gezählt zu sein.

Mit eindringlichen, wunderschönen Bildern erzählt die Regisseurin, wie ein Staat vom Rest der Welt kaputt gemacht wird. Hier stirbt eine Nation, und wir schauen zu. Was wissen wir schon von der fernen Mongolei? Ein sehr trauriger Film!

Trailer

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