Gernstls Reisen – Auf der Suche nach irgendwas

05.10.2023

Seit 40 (!) Jahren reist der bayerische Reporter und Regisseur Franz X. Gernstl mit einem roten Mini-Bus, seinem Kameramann HP Fischer und Tonmann Stefan Ravasz rund um die Welt, um über ungewöhnliche Begegnungen zu berichten. Die inzwischen rund 200 Dokumentarfilme haben im Fernsehen längst einen Kultstatus. Jetzt bietet uns Gernstl in GERNSTLS REISEN – AUF DER SUCHE NACH IRGENDWAS eine Art Rückblick – mit seinem Sohn Jonas Gernstl als Co-Regisseur.

Wie hat alles angefangen? Die eingestreuten Archivaufnahmen geben uns einen Halt: Bei ihrer ersten gemeinsamen Reise durch die US-Südstaaten hatten die drei Freunde Gernstl, Fischer und Ravasz nur einen Fotoapparat dabei. Das war ihnen nicht genug – bei der zweiten Reise war eine moderne Kamera mit im Gepäck. Dafür mussten Gernstls Eltern damals eine Hypothek auf ihr Haus aufnehmen – sie haben es nie bereut.

Was ist das Besondere an Gerstls Features? Durch scheinbar harmlose Fragen bringt er die Protagonisten zum Reden – ohne dass sie merken, ausgefragt zu werden. Dieser ungewöhnliche Stil prägt Gernstls Reportagen seit 40 Jahren. Der Journalist hatte von Anfang an begriffen: Mit schwierigen Fragen würde ich die Personen nur verschrecken – die dann auf der Suche nach einer passenden Antwort nur stumm bleiben würden.

Gernstl, Fischer und Ravasz sind mit ihrem Bus 40 Jahre lang mehrmals um die Welt gereist – und die Freundschaft der drei hat dabei (nur selten) gelitten. GERNSTLS REISEN – AUF DER SUCHE NACH IRGENDWAS ist keine klassische Reportage und kein klassischer Dokumentarfilm, sondern eine essayistische Reflexion über die Suche nach der Wahrheit. Reinste Poesie!

Trailer

Im Rahmen der Berichterstattung
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Originaltitel

Gernstls Reisen – Auf der Suche nach irgendwas (Deutschland 2023)

Länge

93 Minuten

Genre

Dokumentation

Regie

Franz X. Gernstl, Jonas Gernstl

Drehbuch

Franz X. Gernstl, Jonas Gernstl

Verleih

Alpenrepublik GmbH

Filmwebsite

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