We Have Always Lived in the Castle

Kinostart: 03.10.2019

ab12 OT: We Have Always Lived in the Castle (USA 2018)
Länge: 95 Minuten
Genre: Drama
Regie: Stacie Passon
Drehbuch: Mark Kruger, basierend auf dem Roman von Shirley Jackson
Darsteller: Taissa Farmiga, Alexandra Daddario, Sebastian Stan, Crispin Glover
Verleih: Kinostar Filmverleih GmbH

Merricat (Taissa Farmiga) lebt mit ihrer Schwester Constance (Alexandra Daddario) und ihrem Onkel Julian zusammen. Die Drei sind Überlebende einer Arsenvergiftung, die vor fünf Jahren sämtliche anderen Familienmitglieder dahingerafft hat. Wenn es darum geht, ihr Grundstück mit „Flüchen“ zu beschützen, erweist sich Merricat als besonders kühn und einfallsreich. Und einmal abgesehen davon, dass die Leute aus der Stadt sie hassen, führen die Schwestern ein idyllisches Leben. Bis Cousin Charles (Sebastian Stan) auftaucht. 

Charles bietet sich an, im Haus mitzuhelfen und interessiert sich auch sehr für die finanzielle Situation der Familie. Während Constance von Charles fasziniert ist, empfindet Merricat ihren Cousin als Eindringling. Als Charles und Merricat sich in Machtkämpfe verstricken, droht der Familie erneut eine Tragödie.

Kritik

Ich mag ja durchaus diese kleinen, skurrilen Filme. WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE hat bei mir aber leider trotzdem nicht gezündet…

Als der Film im Juni beim Edinburgh International Film Festival im Programm auftauchte, fand er umgehend einen Platz in meinem persönlichen Festival-Plan. Doch wie es meist so ist, wird dieser im Laufe des Festivals immer wieder umgeschmissen und so war WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE am Ende einer dieser Filme, die partout nicht mit den restlichen Screening-Terminen vereinbar war.

Umso erfreuter war ich dann, als die Meldung eines deutschen Kinostarts kam. Dieser Film würden letzten Endes also doch nicht an mir vorbeigehen. So weit, so gut.

Doch dann setzte die Enttäuschung ein: All die Verschrobenheit, die sich aus der Inhaltsangabe herauslesen ließ, verpuffte im Nichts. Okay, das ist jetzt vielleicht ein wenig hart, denn wirklich schlecht war der Film keinesfalls. Aber er war eben auch nicht das Highlight, das ich mir erhofft hatte. 

Dabei legt Taissa Farmiga hier eine eindrucksvolle Leistung hin. Ihr Portrait der jungen, verschrobenen Erbin, die offensichtlich ein paar Probleme hat, ist durchaus eindrucksvoll. Wie sie sich durch das kleine Örtchen „kämpft“, um notwendige Besorgungen zu erledigen, ist absolut großartig gespielt. Doch der Rest verblasst leider. Alexandra Daddario kommt über ein grenzdebiles Grinsen leider zu keinem Zeitpunkt hinaus und die Beweggründe des Onkels bleiben mir persönlich zu sehr im Vagen, so dass die Glaubwürdigkeit extrem leidet.

Am Ende ist WE HAVE ALWAYS LIVED IN THE CASTLE zwar ein netter, kleiner, leicht verschrobener Film, aber eben auch nicht mehr… 

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Filmplakat

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