The End of Oak Street

13.08.2026

In THE END OF OAK STREET lässt Autor und Regisseur David Robert Mitchell Dinosaurier auf eine idyllische Vorstadtsiedlung los und verbindet das spektakuläre Chaos mit einem Familiendrama, das unter der perfekten Oberfläche der amerikanischen Vorstadt brodelt.

Wir schreiben das Jahr 1982, und eigentlich ist das Leben von Denise (Anne Hathaway) und Greg (Ewan McGregor) ziemlich in Ordnung. Sie leben mit ihren Kindern Audrey (Maisy Stella) und Brian (Christian Convery) in einer traumhaften Vorstadtidylle. Doch der Schein trügt, denn hinter den Kulissen läuft die Ehe der Platts schon lange nicht wirklich gut. Doch das sollte bald zur Nebensache werden, denn was mit ein paar plötzlich erscheinenden prähistorischen Pflanzen beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Katastrophe biblischen Ausmaßes. Immer wieder tauchen plötzlich Dinosaurier in der Nachbarschaft auf, die zudem noch irgendwie komplett von der Außenwelt abgeschnitten scheint. Und so sieht sich die Familie dazu gezwungen, um ihr eigenes Überleben zu kämpfen…

Dinosaurier im Kino, da muss man doch unweigerlich an „Jurassic Park“ und die vielen Sequels und Prequels denken. Einziger Unterschied: In THE END OF OAK STREET war kein verrückter Wissenschaftler am Werk, der die Tiere aus uraltem Erbgut neu gezüchtet hat – hier tauchen diese längst ausgestorbenen Wesen plötzlich in der eigenen Nachbarschaft auf.

Eigentlich eine gute Idee, möchte man meinen, und im Grunde genommen hat Autor und Regisseur David Robert Mitchell („It Follows“, „Under the Silver Lake“) auch ziemlich viel richtig gemacht. Die Besetzung spielt großartig, gerade Anne Hathaway kann nach „Mother Mary“ erneut ihre emotionale Bandbreite zeigen. Auch die Dinos sind sauber animiert und die Bilder von Kameramann Michael Gioulakis sehen verdammt gut aus.

Aber dann wummert im Hintergrund immer wieder ein solch mächtiger Score, dass man glaubt, Komponist Michael Giacchino müsse gegen die Handlung ankämpfen, statt diese zu unterstützen. An etlichen Stellen ist das tatsächlich äußerst nervig. Das hätte nicht sein müssen und sorgt für einen deutlichen Punkteabzug.

Dabei hätte man am Ende sogar darüber hinwegschauen könnte, dass THE END OF OAK STREET es sich mit der Auflösung und den Ereignissen danach etwas zu einfach macht.

Aber wer einen optisch sehenswerten Blockbuster sehen möchte und von einem viel zu lauten Soundtrack nicht abgeschreckt wird, der dürfte an THE END OF OAK STREET seine helle Freude haben.

Trailer

ab12

Originaltitel

The End of Oak Street (USA 2026)

Länge

100 Minuten

Genre

Abenteuer / Action / Science-Fiction

Regie

David Robert Mitchell

Drehbuch

David Robert Mitchell

Kamera / Bildgestaltung

Michael Gioulakis, ASC

Darsteller

Anne Hathaway, Ewan McGregor, Maisy Stella, Christian Conver

Verleih

Warner Bros. Entertainment GmbH

Filmwebsite

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