Supergirl

25.06.2026

Nachdem der letzte Superman-Film durchaus passable Einspielergebnisse vorweisen konnte, sind jetzt alle Augen auf SUPERGIRL gerichtet. Wird sie ebenso abheben?

Es ist ihre Geburtstagswoche, und gerade kamen die ersten Glückwünsche von ihrem Cousin Kal-El (besser bekannt als Superman). Aber eigentlich möchte Kara Zor-El (Millie Alcock), a.k.a. SUPERGIRL, nur ihre Ruhe haben, in Bars abhängen, sich hemmungslos betrinken und viel Zeit mit ihrem ebenso wilden Hund Krypto verbringen. Doch dann stürmt plötzlich das Mädchen Ruthye (Eve Ridley) die Bar und verkündet, dass sie auf der Suche nach Krem (Matthias Schoenaerts) ist, um Rache für den Tod ihrer Familie zu nehmen. Obwohl sie anfangs noch versucht, sich aus der Verantwortung zu nehmen, wird Kara unvermittelt in ein riesiges Abenteuer gezogen, in dem es um so viel mehr geht als nur die Rachegelüste einer Teenagerin. Unterstützung erhalten Kara und Ruthye dabei vom intergalaktischen Kopfgeldjäger Lobo (Jason Momoa) – auch wenn sie ihre Gegner meist problemlos selbst in Schach halten können. Aber wird es ihnen gelingen, die Schurken dingfest zu machen, um Karas treuen Begleiter Krypto zu retten? Der wurde nämlich von Krem vergiftet und hat ohne Gegenmittel nur noch drei Tage zu leben…

Seit James Gunn das Ruder bei DC übernommen hat, kommt die Comic-Schmiede langsam aber sicher wieder auf Kurs. Vergessen sind Bockmist-Blockbuster wie „Aquaman“ zwar noch nicht, aber bereits der letzte „Superman“ konnte durchaus überzeugen. Zwar spielte der Film weltweit etwa 616 Millionen US-Dollar ein, den Großteil davon aber in den USA. Im Rest der Welt waren die Reaktionen eher verhalten. Darin konnte man Millie Alcock aber bereits kurz in ihrer Rolle als SUPERGIRL sehen – und das hat definitiv Lust auf mehr gemacht.

Nun liegt das neue Werk vor uns, und tatsächlich kann SUPERGIRL wirklich überzeugen. Vielleicht nicht auf ganzer Linie, aber das, was Regisseur Craig Gillespie da nach einem Drehbuch von Ana Nogueira auf die Beine gestellt hat, kann sich durchaus sehen lassen. Der Film lässt den anarchischen Humor durchscheinen, den James Gunn als Regisseur bereits für das Konkurrenz-Studio mit seinen „Guardians of the Galaxy“ an den Tag gelegt hat. Zweifelsohne kann man sagen, dass Gunn für das DC-Universum ein absoluter Segen ist.

Tatsächlich sprüht SUPERGIRL nur so vor grandiosen Einfällen, skurrilen Figuren und deftigen One-Linern. Auch der dreckige Look, die nahezu schrottreifen Raumschiffe überzeugen deutlich. Die Details in der Ausstattung sind so zahlreich, dass man mit Sicherheit auch bei einer Zwei- oder Drittsichtung noch etwas entdecken kann.

Im letzten Drittel verliert sich SUPERGIRL dann aber trotzdem in der ewigen ausufernden Final-Action. Hier wäre ein bisschen weniger durchaus mehr gewesen. Aber Millie Alcock und Eve Ridley erweisen sich als grandioses Duo Infernale, dem man gerne beim „Aufräumen“ zuschaut.

Trailer

ab12

Originaltitel

Supergirl (USA 2026)

Länge

108 Minuten

Genre

Action / Fantasy / Science-Fiction

Regie

Craig Gillespie

Drehbuch

Ana Nogueira

Kamera / Bildgestaltung

Rob Hardy

Darsteller

Milly Alcockm Matthias Schoenaerts, Eve Ridley, David Krumholtz, Emily Beecham, David Corenswet, Jason Momoa

Verleih

Warner Bros. Entertainment GmbH

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