Paranza – Der Clan der Kinder

Kinostart: 22.08.2019

ab16 OT: La paranza dei bambini (Italien 2019)
Länge: 112 Minuten
Genre: Drama
Regie: Claudio Giovannesi
Drehbuch: Roberto Saviano, Claudio Giovannesi, Maurizio Braucci
Darsteller: Francesco Di Napoli, Viviana Aprea, Ar Tem, Alfredo Turitto, Valentina Vannino, Pasquale Marotta, Luca Nacarlo Carmine Pizzo, Ciro Pellecchia, Ciro Vecchione, Mattia Piano Del Balzo, Aniello Arena, Roberto Carrano, Adam Jendoubi, Renato Carpentieri
Verleih: Prokino Filmverleih GmbH

Sie wollen Markenschuhe, Motorroller und das schnelle Geld: In ihrer Heimatstadt Neapel, wo die Mafia-Bosse der Camorra umgebracht oder verhaftet wurden, haben Nicola und die Jungs aus seiner Clique das Regiment übernommen. Die 15-jährigen haben weder Angst vor dem Gefängnis, noch vor dem Tod. Denn für sie gibt es kein Morgen, keine Perspektive, keine Hoffnung. Sie dealen mit Drogen und begehen Morde, während sie nachts bei ihren Eltern schlafen und ihre ersten Erfahrungen in Sachen Liebe machen. 

Die „Paranzas“, wie sie sich selbst nennen, wollen alles – und das am besten sofort. Im Zentrum der Geschichte steht Nicola (Francesco Di Napoli), der den Krieg zwischen den verfeindeten Clans gekonnt für seine Geldgeschäfte nutzt. Mehr als diesen Krieg liebt er nur seinen jüngeren Bruder und die schöne Letizia (Viviana Aprea), mit der er sich sogar einen Neuanfang außerhalb der verschworenen Gemeinschaft vorstellen kann…

Kritik

PARANZA – DER CLAN DER KINDER war einer der Film, die mich auf der diesjährigen Berlinale schon nicht erreichen konnten…

Irgendwie habe ich schon immer so meine Probleme mit Filmen, in denen es keine einzige Identifikationsfigur gibt. Entsprechend vorsichtig habe ich mich an die Sichtung des Filmes von Regisseur Claudio Giovannesi gemacht, der auf der Berlinale im Wettbewerb lief und dort seine Weltpremiere feierte. Von der technischen Warte aus kann man dem Film auch überhaupt keine Vorwürfe machen. Das Setting, die Kameraführung, das Colourgrading – all das sieht ganz wunderbar aus. Ich frage mich aber am Ende, was mir dieser Film mit auf den Weg geben soll. Ist hier alle Hoffnung vergebens? Gibt es kein Entkommen aus dem Strudel der Gewalt, insbesondere wenn man in so jungen Jahren dort hineingezogen wird? 

So lässt mich PARANZA – DER CLAN DER KINDER am Ende kopfschüttelnd und emotionslos zurück. Aber selbst Monate nach der Sichtung habe ich noch keinen Grund gefunden, warum mir dieser Film gefallen sollte. Es wird mir vermutlich ein Rätsel bleiben.

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Trailer

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Filmplakat

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