Es ist nur eine Phase, Hase

Kinostart: 14.10.2021

ab12 OT: Es ist nur eine Phase, Hase (Deutschland 2021)
Länge: 105 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Florian Gallenberger, nach dem Bestseller von Maxim Leo & Jochen Gutsch
Drehbuch: Malte Welding, Florian Gallenberger
Darsteller: Christoph Maria Herbst, Christiane Paul, Jürgen Vogel, Jytte-Merle Böhrnsen, Nicola Perot, Peter Jordan, Bettina Lamprecht, Barbara Philipp, Emilia Nöth, Bella Bading, Wanja Valentin Kube, Ulrich Tukur, Cordula Stratmann
Verleih: Majestic Filmverleih GmbH

Wenn Midlifecrisis und Alterspubertät aufeinanderprallen, kann daraus eine spritzige Komödie mit treffsicheren Pointen entstehen. Oder auch nicht! Nach dem gleichnamigen Bestseller von Maxim Leo und Jochen Gutsch hat Regisseur Florian Gallenberger seinen Film ES IST NUR EINE PHASE, HASE gedreht – Witz lass nach! 

Christoph Maria Herbst – diesmal mit einer Art Wischmopp auf dem Kopf (was idiotisch aussieht!) – spielt den erfolgreichen Autor Paul, Christiane Paul seine Frau Emilia, die als Synchronsprecherin für Seifenopern ihr Geld verdient. Die beiden Endvierziger haben drei nette Kinder: Bo (Wanja Valentin Kube), der alles wissen will, die altkluge Marie (Bella Bading), die alles weiß, und die Älteste, Fe (Emilia Nöth), die in ihrer Trotzphase ständig genervt ist. Doch dem Ehepaar ist nach all den Jahren die Libido abhanden gekommen. Außerdem kämpft Paul verzweifelt mit seiner Schreibblockade. Sein Verleger (Ulrich Tukur!) sitzt ihm im Nacken.

Die Scheinidylle dieser Klischeefamilie findet ein jähes Ende, als Emilia bei einer Party den knackigen Ruben (Nicola Perot) kennenlernt. Es bleibt nicht beim One-Night-Stand, bald landet Ruben im Ehebett, und Paul muss die Wohnung verlassen. Emilias trockener Kommentar: „Es ist nur eine Phase, Hase.“ Im Gegenzug lässt sich Paul von Maries junger Lehrerin Eva (Jytte-Merie Böhrnsen) verführen – doch ihre Sexlust überfordert ihn. Tiefpunkt der Handlung: Paul besucht seinen besten Freund Theo (Jürgen Vogel in seiner schlechtesten Rolle) im Krankenhaus, dessen Körper mit ekligen Geschwüren übersät ist. Er hat eine Viagra-Allergie. Autsch!

Vieles an dem Film ist reinste Kolportage, anderes durchaus komisch. Gallenbergers Inszenierungsstil ist nicht gerade subtil: Das nennt man wohl Holzhammer-Humor! Wären da nicht zwei tolle Schauspieler, die erfolgreich gegen das platte Drehbuch ankämpfen, und einige überraschend gelungene Dialoge und Situationsgags… 

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Filmplakat

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