Mit seiner Weltraum-Parodie SPACEBALLS schuf Mel Brooks 1987 Filmgeschichte. Jetzt kehrt der Film am 2. Juni für einen Tag im Rahmen der Reihe „Best of Cinema“ zurück auf die Leinwand.
Auf dem Planeten Spaceball wird die Luft langsam knapp, denn dessen Herrscher haben ihre Atmosphäre dummerweise vergeudet. Doch der listige Präsident Skroob (Mel Brooks) hat einen Geheimplan: Mit einem gigantischen Staubsauger will er die Atemluft von den friedlichen Nachbarn des Planeten Druidia absaugen. Also erteilt er dazu dem Flagschiff seiner Raumflotte unter der Leitung von L;ord Helmchen (Rick Moranis) den Befehl, die verwöhnte Prinzessin Vespa (Daphne Zuniga) von Druidia zu entführen. Ein simpler Plan, möchte man meinen, doch Skroob hat seinen Plan ohne den Weltraum-Draufgänger Lone Star (Bill Pullman) sowie seinen Mensch-Hund-Hybriden (auch als „Möter“ bezeichnet) und Co-Piloten Waldi gemacht. Auch die Ehren-Druidin Dottie (Lorene Yarnell) und der geheimnisvolle „Saft“ stehen dem Erfolg von Skroob im Weg…
Jedem Science-Fiction-Fan ist klar, dass Mel Brooks 1987 mit seinem Film SPACEBALLS die erfolgreiche Star-Wars-Reihe parodierte. Doch Brooks hatte kein Interesse an späteren Rechtsstreitigkeiten und schloss vorab ein Gentlemen‘s Agreement mit Star-Wars-Schöpfer George Lucas. Der mochte das Drehbuch und gab ihm grünes Licht – allerdings unter der Bedingung, dass es niemals echtes Merchandise oder Spielzeug zu SPACEBALLS geben dürfe. Das wiederum verleitet Brooks zu einem der besten Running Gags der Filmgeschichte. Im Film präsentiert die Figur „Yogurt“ (auch von Mel Brooks gespielt) tonnenweise absurdes Spaceballs-Merchandise. Ein gelungener Seitenhieb auf die riesige Marketingmaschinerie von Lucas.
Als SPACEBALLS 1987 erschien, hielten ihn viele Kritiker für zu albern. Dabei übersahen sie, dass hinter der ganzen Komik auch verdammt viel Ernsthaftigkeit steckt. Besonders die Liebe zum Original und der augenzwinkernde Meta-Humor sorgten dafür, dass der Film über die Jahrzehnte zum Kultklassiker gereift ist.
Mel Brooks hat sich aber nicht nur bei Star Wars bedient, auch andere Filme des Genres mussten dran glauben. Ob „Alien“, „Planet der Affen“, „Star Trek“ oder „Der Zauberer von Oz“: Der geneigte Fan kann in SPACEBALLS schier unendlich viele Anleihen entdecken. Selbst das Medium Film war Mel Brooks keineswegs zu heilig – man denke nur an die geniale VHS-Kassetten-Szene, in der die Protagonisten nachschauen, an welcher Stelle im Film sie sich gerade befinden. Aus heutiger Sicht ist es kaum zu glauben, wie modern der Humor des Films schon damals war.
Im Film durchbricht die Figur Yogurt die vierte Wand und sagt den legendären Satz „So Gott will es, wir treffen uns alle wieder in „Spaceballs 2 – Auf der Suche nach noch mehr Geld!“ Doch was jahrzehntelang als Running Gag die Runde machte, wird jetzt endlich Realität. Auf der CinemaCon in Las Vegas enthüllte Mel Brooks (inzwischen stolze 99 Jahre alt!) persönlich den Titel der Fortsetzung: „Spaceballs: The New One“. Auf die Frage, warum er nicht beim ursprünglichen Titel geblieben ist, sagte Brooks nur lapidar: „Weil ich das Geld nach all den Jahren endlich gefunden habe. Es lag in meinem Keller.“
Die Dreharbeiten fanden bereits unter größter Geheimhaltung zwischen Herbst und Dezember 2025 statt. Nicht nur Mel Brooks höchstpersönlich kehrt darin als Yogurt vor die Kamera zurück, auch Rick Moranis ist wieder in seiner Rolle als Lord Helmchen zu sehen, nachdem er sich in den 1990er-Jahren komplett aus Hollywood und der Schauspielerei zurückgezogen hatte, um seine Kinder großzuziehen. Im April 2027 soll der Film nach heutigem Stand in die Kinos kommen. Grund genug, um das Original jetzt noch einmal auf der großen Leinwand zu sehen. Am 2. Juni ist das in allen teilnehmenden Kinos möglich.
Die Event-Reihe „Best of Cinema“ bringt an jedem ersten Dienstag im Monat ein Meisterwerk, Klassiker oder Kultfilm zurück auf die große Leinwand – und das in mehr als 300 Kinos!
Die Termine und Filme der nächsten Monate:
07.07.2026: Into the Wild
04.08.2026: Terminator
01.09.2026: The Fast and the Furious
06.10.2026: Pans Labyrinth
03.11.2026: Rocky
01.12.2026: Liebe braucht keine Ferien
Spaceballs (USA 1987)
96 Minuten
Abenteuer / Komödie / Science-Fiction
Mel Brooks
Mel Brooks, Thomas Meehan, Ronny Graham
Nick McLean
Mel Brooks, John Candy, Rick Moranis, Bill Pullman, Daphne Zuniga
Capelight Pictures Gerlach Selms GbR