Emma.

Kinostart: 05.03.2020

ab0 OT: Emma. (Großbritannien 2020)
Länge: 115 Minuten
Genre: Drama / Komödie
Regie: Autumn de Wilde
Drehbuch: Eleanor Catton, basierend auf dem Roman von Jane Austen
Darsteller: Anya Taylor-Joy, Johnny Flynn, Josh O’Connor, Mia Goth, Bill Nighy, Rupert Graves, Gemma Whelan, Callum Turner, Miranda Hart, Amber Anderson, Tanya Reynolds, Myra Mcfadyen, Chloe Pirrie, Connor Swindells
Verleih: Universal Pictures International Germany GmbH

England, Anfang des 19. Jahrhunderts: Die junge Emma Woodhouse (Anya Taylor-Joy), schön, klug und reich, führt in ihrem verschlafenen Ort unangefochten die bessere Gesellschaft an – und niemand hat dabei eine höhere Meinung von ihrem Charme, Stil, Witz und Klavierspiel als sie selbst. 

Weit und breit gibt es keine attraktivere Partie als Emma, aber merkwürdigerweise ist ihr der Richtige einfach noch nicht begegnet. So verbringt sie ihre Zeit damit, andere zu verkuppeln, allen voran ihre Freundin Harriet (Mia Goth). Aber trotz Emmas unbegrenzten Vertrauens in ihre Menschenkenntnis laufen ihre wohl gemeinten Intrigen schief. Die ausgesuchten Liebhaber beißen nicht an, unstandesgemäße Nebenbuhler tauchen auf, und schließlich muss sich sogar Emma selbst ungewollter Avancen erwehren.

Kritik

Die Romane von Jane Austen erfreuen sich immer wieder großer Beliebtheit und werden daher auch immer wieder (neu) verfilmt. So auch EMMA…

Ich muss zugeben, dass ich eigentlich nicht der große Fan von Kostümfilmen bin. Trotzdem lasse ich mich immer mal wieder auf das Genre ein, vor allem, wenn die Lobeshymnen der Kollegen etwas Gutes verheißen. So verhält es sich auch mit EMMA, den ich sonst vermutlich an mir vorbeiziehen lassen hätte.

Und siehe da: Autumn de Wilde ist hier tatsächlich ein wunderbarer Film gelungen, der verdammt viel Spaß macht. Das liegt natürlich in erster Linie an Anya Taylor-Joy, die in jeder Rolle immer mehr von ihrem Talent zeigen darf. Allein für ihre Darstellung lohnt sich das Lösen der Kinokarte bereits. 

Vesonders beeindruckend ist hier aber die lockere Erzählweise der Regisseurin, die die Geschichte mit so viel Leichtigkeit erzählt, dass es selbst einem Genrefremden äußerst viel Vergnügen bereitet. 

Ich bin natürlich nicht der Richtige, um aufzuzeigen, wie sehr sich diese Verfilmung denn nun von ihren Vorgängern unterscheidet oder wie nah sie am Original-Roman ist. Das dürfen gerne die Kenner von Period Dramas übernehmen. Ich bin in diesem Fall lediglich dafür da, um mitzuteilen, dass ich in den knapp zwei Stunden einen Heidenspaß hatte. Wirklich!

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