Die Känguru-Chroniken

Kinostart: 05.03.2020

ab0 OT: Die Känguru-Chroniken (Deutschland 2020)
Länge: 92 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Dani Levy
Drehbuch: Marc-Uwe Kling, nach dem Besteller „Die Känguru-Chroniken“ von Marc-Uwe Kling
Darsteller: Das Känguru, Dimitrij Schaad, Rosalie Thomass, Adnan Maral, Tim Seyfi, Carmen-Maja Antoni, Bettina Lamprecht, Henry Hübchen, Oskar Strohecker, Paulus Manker
Verleih: X Verleih AG

Marc-Uwe (Dimitrij Schaad), ein unterambitionierter Kleinkünstler mit Migräne-Hintergrund, lebt mit einem Känguru zusammen. Doch die ganz normale Kreuzberger WG ist in Gefahr: Ein rechtspopulistischer Immobilienhai bedroht mit einem gigantischen Bauprojekt die Idylle des Kiezes. Das findet das Känguru gar nicht gut. Ach ja! Es ist nämlich Kommunist – das hatte ich vergessen zu erzählen. Jedenfalls entwickelt es einen genialen Plan. Und dann noch einen, weil Marc-Uwe den ersten nicht verstanden hat. Und noch einen dritten, weil der zweite nicht funktioniert hat. Schließlich gipfelt das Ganze in einem großen Anti-Terror-Anschlag und … äh… weiß auch nicht mehr so genau. Jedenfalls ist der Film ziemlich witzig. 

Kritik

DIE KÄNGURU-CHRONIKEN hätten auch die absolute Vollkatastrophe werden können – zum Glück ist es aber ein anarchischer Heidenspass geworden…

Das Phänomen der KÄNGURU-CHRONIKEN ist bislang irgendwie an mir vorbei gegangen. Zwar habe ich das eine oder andere Mal eines der Bücher in den Auslagen einer Buchhandlung liegen sehen, mich aber nie weiter damit beschäftigt. Jetzt, da es die (erste) Verfilmung gibt, konnte ich mich dem Ganzen nicht weiter verschließen. Und siehe da? DIE KÄNGURU-CHRONIKEN sind hoffnungslos unkorrekt und unfassbar anarchisch. Bei so manchem Gag habe ich leise ins Fäustchen gelacht und mich gefreut, dass sich endlich mal jemand solch einen Gag im Kino getraut hat. 

Natürlich, man muss diesen Humor mögen, sonst ist hier ganz schnell Schluss mit lustig. Insofern verstehe ich jeden, der sagt, dass das nicht seins ist. Ehrlich. Wirklich. Total ernst. Aber alle, die für einen guten Gag auch mal auf die Political Correctnes verzichten können, sind hier verdammt noch mal gut aufgehoben.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Animation des Kängurus, denn auch damit hätte der Film böse fallen können. Doch die Darstellung ist auf höchstem technischem Niveau und so gibt es keinerlei Beanstandungen meinerseits.

Ich bin mir sicher, dass das hier nicht die einzige Verfilmung bleiben wird. Diesem Känguru gehört die Zukunft. Naja, zumindest so in etwa…

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