Drei Schritte zu Dir

Kinostart: 20.06.2019

ab6 OT: Five Feet Apart (USA 2019)
Länge: 117 Minuten
Genre: Drama
Regie: Justin Baldoni
Drehbuch: Mikki Daughtry, Tobias Iaconis
Darsteller: Haley Lu Richardson, Cole Sprousse, Moises Arias, Kimberly Hebert Gregory, Parminder Nagra, Claire Forlani, Emily Baldoni, Gary Weeks, Cynthia Evans
Verleih: Universal Pictures International Germany GmbH

Stella (Haley Lu Richardson) ist eine 17-jährige, wie sie im Buche steht: Ihr Smartphone gibt sie nicht aus der Hand und am liebsten chattet sie mit ihren Freunden. Nur Platz zum Träumen bleibt ihr nicht, denn anders als normale Teenager, verbringt sie die meiste Zeit unter strenger Beobachtung im Krankenhaus. Stella leidet an der unheilbaren Erbkrankheit Mukoviszidose und ihre wichtigste Regel lautet: Komm keinem Mitpatienten näher als drei Schritte, denn er könnte dich mit seinen Bakterien schwächen und schlimmstenfalls töten. 

Als sie aber dem charmanten Will (Cole Sprouse) begegnet, der immer wieder gegen seine Behandlung rebelliert, knistert es so sehr zwischen ihnen, dass es Stella zunehmend schwerer fällt, den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand einzuhalten. Mit ihr an seiner Seite lässt sich Will scheinbar wieder aufs Leben ein, auch wenn die unsichtbare Wand zwischen ihnen ihrer Versuchung kaum standhält. Wie kann Stella ihre Liebe noch retten, wenn schon die kleinste Berührung beide in Lebensgefahr bringen würde?

Kritik

Teenager-Filme mit todkranken Protagonisten gibt es immer wieder in den Kinos. Jetzt ist DREI SCHRITTE ZU DIR an der Reihe… 

Spätestens seit DAS SCHICKSAL IST EIN MIESER VERRÄTER ist klar, dass man in diesem Genre auch ohne großen Kitsch überzeugen kann, denn viel wichtiger sind eine gute Figurenzeichnung und glaubwürdige Charaktere. 

Und so fängt DREI SCHRITTE ZU DIR auch durchaus vielversprechend an. Mit Haley Lu Richardson und Cole Sprousse hat der Film zwei echte Talente an Bord, die mit ihrer Spielweise zu überzeugen wissen. Auch die Nebenfiguren sind interessant besetzt und erden den Film zugleich. Doch dann scheint sich Regisseur Justin Baldoni nicht mehr so recht auf seine Figuren verlassen zu wollen und holt sämtliche Klischees dieses Genres aus der Tasche. Das führt gerade zum Ende hin dazu, dass man sich wünscht, der Film würde einmal einen Gang zurückschalten. Doch weit gefehlt, Baldoni holt immer wieder noch einen Hakenschlag hervor und sorgt am Ende nur dafür, dass die Handlung immer unglaubwürdiger wird. Da können dann irgendwann auch die guten Darsteller nichts mehr retten. Schade.

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Filmplakat

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