Avengers: Infinity War

Kinostart: 26.04.2018

ab12 OT: Avengers: Infinity War (USA 2018)
Länge: 149 Minuten
Genre: Science-Fiction
Regie: Anthony und Joe Russo
Drehbuch: Christopher Markus, Stephen McFeely.
Darsteller: Robert Downey Jr., Josh Brolin, Chris Evans, Scarlett Johansson, Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Jeremy Renner, Benedict Cumberbatch, Chadwick Boseman, Chris Pratt, Tom Hiddleston, Gwyneth Paltrow, Benicio del Torro
Verleih: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH

Im Marvel Universum verwandelte das Weltall mit seinen unendlichen Weiten irgendwann einmal die unterschiedlichen Mächte und ihre jeweiligen Energien in sechs schöne, bunte Karfunkelsteine und verteilte diese Macht locker quer durch die Galaxien an angeblich sichere Plätze. Comicfans wissen, es geht um die in Fachkreisen auch als „Infinity Gems/Infinity Stones“ bekannten Klunker. Und wie immer, wenn irgendwo, irgendwann mal etwas glitzert, funkelt und auch noch unendliche Kräfte besitzt, dann kann man sicher sein, es gibt mindestens eine Person, die alle diese Steine nebst der darin verborgenen Superkräfte besitzen will. Im Marvel Universum ist das Thanos, ein riesiger lilafarbener außerirdischer Trophäenjäger. Koste es, was es wolle und egal, wer oder was sich ihm und seinen mordenden Horden in den Weg stellt, Thanos will alle Steine besitzen und mit absoluter Omnipotenz über alles herrschen. Dafür hat er eigens einen gigantischen Handschuh schmieden lassen, den „Infinity Gauntlet“, der zu Beginn jedoch noch jede Menge offene Stellen zeigt…

Die ersten, die Thanos (Josh Brolin) Entschlossenheit kennenlernen, sind die noch lebenden Asgardier. Allen voran Donnergott Thor (Chris Hemsworth), der schnell merkt, dass er ohne seinen geliebten Hammer Mjølnir dem grimmigen Ex-Arbeitgeber von Halbbruder Loki (Tom Hiddleston) nicht viel entgegen zu setzen hat. Selbst der trickreiche Loki schafft es am Ende nur, eine kleine Verwirrung zu inszenieren, die nicht wirklich weiter hilft. Im Gegenteil, Thanos erlangt den blauen Raumstein, der in Lokis Tesserakt versteckt war.

Szenenwechsel: In New York joggen Tony Stark (Robert Downey Jr.) und Gattin Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) wie immer plaudernd durch den Park, als Tony von Dr. Stephen Strange (Benedict Cumberbatch) gerufen wird. Dem ist gerade der Hulk durch das Dach seines Hauses gekracht, der viel zu erzählen hat. Doch dazu kommt es gar nicht mehr, denn Thanos und seine Schergen haben längst die Verfolgung aufgenommen und sind in New York angekommen. Da auch Dr. Strange einen Stein besitzt, bricht schnell das Chaos los.

Am anderen Ende der Welt, im nächtlichen Schottland, sorgt der gelbe Gedankenstein auf Visions (Paul Bettany) Stirn für starke Kopfschmerzen. Weder das schöne Edinburgh, noch die sexy Scarlett Witch, alias Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen), können ihn davon ablenken. Bei einen Spaziergang sieht Wanda im Fernsehen, was in New York gerade tobt, da tauchen auf dem Nichts auch bei ihnen die ersten Thanos Anhänger auf. Und dann geht es rund…

Kritik 1

Gastkritik von Claudia-Janet Kaller

Endlich hat es das Opium für Marvel Comic Leser auf die große Leinwand geschafft: 149 Minuten lang Superhelden-Popcornkino vom Feinsten – Nonstop Crash! Boom! Bang! Zur cineastischen Qualitätssicherung spielen fast alle bekannten Helden mit, plus einige große Überraschungen! Auf diesen Moment wurde lange hin gefilmt, denn bis auf einen der legendären Steine sind ja alle schon mal irgendwie einmal aufgetaucht. Ob einem letztendlich AVENGERS: INFITINITY WAR gefällt, muss am Ende individuell jede/r Kinogänger/in für sich entscheiden. Die Erwartungen der Fans sind so gigantisch hoch, wie das Produktionsbudget. Fest steht, der riesige Crossover-Film ist lang, teilweise eine emotionale Achterbahnfahrt für Hardcore Fans, gespickt mit jeder Menge neuer Paarungen, die einem schon den ein oder andere Schauer über den Rücken laufen lassen. Man bekommt etwas für sein Eintrittsgeld! Vielleicht etwas düsterer als bisher gewohnt, aber amüsant und mit jeder Menge klasse Spezialeffekten und cooler Musik!

Absolute Lieblingsszene (Achtung Mini-Spoiler!!!): Gut aufpassen, wenn Thor in NIDAVELLIR – Heimat der Zwerge ankommt: Da bei Marvel eben alles anders ist, sind denn oft die Kleinsten, die Größten! Der Mini-Auftritt hat es in sich, viel Vergnügen!

Kritik 2 

Michael Spangenberg, nochnfilm.de

Na also, es geht doch. Man kann sämtliche Marvel-Helden – okay, fast alle – in einem Film zusammentrommeln, ohne dass der Zuschauer vollends den Faden verliert. Mit AVENGERS: INFINITY WAR ist das den Brüdern Anthony und Joe Russo eindrucksvoll gelungen. 

Dabei haben sie auch gleich die Probleme aus dem Vorgänger AGE OF ULTRON beseitigt und sich verstärkt auf die Figurenzeichnung konzentriert. Natürlich gibt es auch Schlachten, gewaltige Schlachten sogar, aber keine davon ufert so sehr aus, dass man sich einem einzigen CGI-Gewitter ausgesetzt fühlt. 

Im Prinzip erzählen die Russo-Brüder mehrere kleine Einzelgeschichten, die sie stimmungsvoll zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Vermutlich ließen sich anders auch nicht die Terminkalender der vielen Stars unter einen Hut bringen. 

Auch wenn AVENGERS: INFINITY WAR gerne etwas kürzer hätte sein dürfen, kommt trotzdem keine Langweile auf. Nahezu perfekt bildet der Film das Bindeglied zwischen all den Solo-Abenteuern von Iron Man, Spiderman, Captain America und all den anderen Helden und mischt dabei die Stimmungen der Filme miteinander. Ein wenig Hahfeuerwerk im Stil des letzten Thor-Films, etwas jugendliche Frische durch Spiderman, aber auch der süffisante, mitunter schwarze Humor – alles passt perfekt zusammen. 

Und wenn es um die beste Szene geht, stimme ich mit meiner Kollegin Claudia-Janet Kaller überein. Wie dieser Überraschungsgast in Szene gesetzt wurde, ist schlichtweg genial. 

AVENGERS: INFINITY WAR ist selbstverständlich ein Muss für alle Marvel Fans. Aber selbst diejenigen, die in letzter Zeit – so wie auch ich – ein paar Ermüdungserscheinungen hatten, kommen endlich wieder vollends auf ihre Kosten. Schade nur, dass wir jetzt ein ganzes Jahr auf die Fortsetzung warten müssen. Aber bis dahin geben sich ja noch Ant-Man (Juli 2018) und Captain Marvel (März 2019) die Ehre…

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Filmplakat

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