All My Loving

Kinostart: 23.05.2019

ab12 OT: All My Loving (Deutschland 2016)
Länge: 116 Minuten
Genre: Drama
Regie: Edward Berger
Drehbuch: Edward Berger, Nele Mueller-Stöfen, Jens Harant
Darsteller: Lars Eidinger, Nele Mueller-Stöfen, Hans Löw, Christine Schorn, Manfred Zapatka, Matilda Berger, Valerie Pachner, Zsá Zsá Inci Bürkle, Valerie Koch, Merle Wasmuth, Tinka Fürst, Bernd-Christian Althoff, Dan Thy Nguyen, Godehard Giese, Philipp Hochmair, Anna Ferzetti, Claudio Ciaolo, Anna Lucia Gualano, Cristiano Papasimos
Verleih: Port au Prince Pictures GmbH

Stefan (Lars Eidinger) ist Pilot, hat eine große Wohnung, ein schnelles Auto und viele Geliebte. Als er sein Gehör verliert und nicht mehr arbeiten kann, klammert er sich an sein altes Leben: Also zieht sich Stefan die Pilotenuniform an und reißt in Hotelbars Frauen auf. 

Julia (Nele Mueller-Stöfen) und ihr Mann Christian (Godehard Giese) verbringen ein langes Wochenende in Turin. Als das Paar einen verletzten Straßenhund findet, kümmert sich Julia nur noch um seine Genesung. Bei einem Abendessen mit Freunden kommt es zum Eklat.

Tobias (Hans Löw) schmeißt den Haushalt und versorgt die drei Kinder, während seine Frau Maren für den Unterhalt der Familie sorgt. Das wurmt ihn, so dass die Kinder immer wieder als Ausrede für sein stagnierendes Studium herhalten. Dann erkrankt sein Vater und Tobias stellt fest, dass das Leben für seine Eltern so nicht weitergehen kann.

Kritik

Drei Geschwister und ihr langweiliges Leben – da kann selbst Lars Eidinger nicht mehr viel retten. Warum ALL MY LOVING schnell wieder in Vergessenheit gerät…

Was hat sich der Regisseur Edward Berger blß bei diesem Film gedacht, waren meine ersten Gedanken, als sich nach 116 Minuten endlich der Vorhang schloss. Denn gefühlt hat ALL MY LOVING mindestens doppelt so lange gedauert. Dabei hatte ich mich sogar auf diesen Film gefreut, denn zum einen zählt Lars Eidinger für mich zu den besten deutschen Schauspielern und um zum anderen hatte der Regisseur vor ein paar Jahren mit JACK einen wunderbaren Film hingelegt. 

Doch was war das hier? Der Film erzählt nacheinander die Geschichten dreier Geschwister, die alle auf ihre eigene Art und Weise mit dem Leben zu kämpfen haben. Dabei verzichtet er aber darauf, diese Geschichten auch irgendwie miteinander zu verbinden. So wirkt es am Ende, als hätte man drei zusammenhanglose Kurzfilme gesehen, die aber weder allein noch als Ganzes irgendwie einen Sinn ergeben. 

Besonders die zweite Episode entpuppt sich als extrem anstrengend. Als die beiden Protagonisten in Turin auf einen alten Bekannten treffen, der vorschlägt, man müsse sich unbedingt einmal wieder sehen, hofft man als Zuschauer inständig, dass das außerhalb der Filmhandlung geschehen möge. Doch weit gefehlt, denn kurze Zeit später müssen wir diese unfassbar nervige Figur noch einmal erleben. Eigentlich wäre das spätestens der Zeitpunkt gewesen, um den Kinosaal zu verlassen.

Aber ich blieb. Allerdings nur, um an Ende den Eindruck zu bekommen, dass der Film überhaupt keine Aussage hat. Es liegt allerdings die Vermutung nahe, dass es letztendlich um den Vater geht und die Feststellung, dass bei einem solchen Familienoberhaupt aus den Kindern sowieso nicht werden kann. Aber dafür brauche ich persönlich keine 116 Minuten – das ist mir als Aussage eines Filmes schlichtweg zu wenig.

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Filmplakat

Neustarts am 23.05.2019

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