Mit HOPPERS legt Pixar erneut einen putzmunteren Film vor, der gerade den Jüngeren zeigen möchte, wie wichtig es ist, sich für den Erhalt der Natur einzusetzen. Aber reicht das…?
Mabel Tanaka (im Original gesprochen von Piper Curda, deutsche Stimme: Magdalena Montasser) ist Tierliebhaberin durch und durch und hat eine tiefe Verbindung zum örtlichen Teich und deren Bewohnern. Hier saß sie oft mit ihrer inzwischen verstorbenen Großmutter, um ein wenig Ruhe in einer hektischen Welt zu finden. Doch dann erfährt Mabel, dass ihr Lieblingsort in Gefahr ist: Der örtliche Bürgermeister Jerry Generazzo (Jon Hamm / Markus Pfeiffer) will genau dort eine Autobahn bauen, um sich bei seinen Mitbürgern für die nächste Wahl in Stellung zu bringen. Auf der Suche nach Möglichkeiten, dagegen zu protestieren, erfährt Mabel per Zufall, dass ihre College-Professorin Dr. Sam (Kathy Najimy / Martina Treger) mit ihrem Team einen Weg gefunden hat, das menschliche Bewusstsein in ein lebensähnliches Roboter-Tier zu transferieren, um auf diese Weise sogar mit den Tieren kommunizieren zu können. Mabel nutzt die Gelegenheit und missbraucht diese streng geheime Technik für ihre Mission, indem sie ihren Verstand in einen Roboter-Bieber überträgt.
Fortan entdeckt sie die vielen Wunder des Tierreichs mit den Augen eines Biebers, schließt Freundschaften wie beispielsweise mit dem fröhlichen Bieber King George (Bobby Moynihan / Tobias Müller), der am Teich das Sagen hat und gleichzeitig der König der Säugetiere ist. Gemeinsam versuchen sie, all die unterschiedlichen Tiere am Teich im Widerstand gegen die Zerstörung ihres Lebensraumes zu vereinen…
Nach dem Auf und Ab der letzten Filme, kehrt Pixar mit HOPPERS wieder zur alten Stärke zurück – oder zumindest ein wenig. Nach dem äußerst schwachen „Elemental“ dem erfolgreichen „Alles steht Kopf 2“ und dem fast zur Unkenntlichkeit kastrierten „Elio“ ist die Geschichte um Tiere am Teich und die Rettung ihrer Welt vielleicht storymäßig nicht der allergrößte Wurf, macht aber zumindest Spaß. Kontraproduktiv ist, dass die Hauptfigur Mabel die Tiere erst einmal dazu überreden muss, für ihre Heimat zu kämpfen. Das lässt die übergroße Rettet-die-Natur-Botschaft nicht im besten Licht dastehen.
Natürlich gibt es in HOPPERS wieder die typischen Versatzstücke eines Pixar-Films: Lustige Sidekicks, die vor allem bei den kleinen Zuschauern für ordentlich Lacher sorgen werden, sowie den üblichen Slapstick-Humor findet man hier zuhauf. Ehrlicherweise war mir das Ganze dann in der Summe aber etwas zu hektisch, was vielleicht der ADHS-geplagten Hauptfigur geschuldet ist. Aber durch dieses nicht zur Ruhe kommen wollen bleibt den einzelnen Figuren auch keinerlei Zeit zur Reflexion – und damit zur eigenen Tiefenschärfung.
Natürlich ist es niemals verkehrt, gerade den jüngeren Zuschauern den Wert einer intakten Fauna und Flora zu verdeutlichen, aber irgendwie sehne ich mich in die Zeit zurück, als Pixar noch für innovative Ideen in der Animationsfilmwelt stand. Aber immerhin geht die Entwicklung wieder in die richtige Richtung. Freuen wir uns also einfach auf der nächste Werk des Filmstudios.
Hoppers (USA 2026)
104 Minuten
Abenteuer / Animation / Familie
Daniel Chong
Jesse Andrews
Daniel Chong, Jesse Andrews
Jeremy Lasky, Ian Megibben
Piper Curda, Bobby Moynihan, Jon Hamm, Kathy Najimy, Dave Franco, Eduardo Franco, Aparna Nancherla, Tom Law, Sam Richardson, Melissa Villaseñor, Isiah Whitlock Jr., Steve Purcell, Ego Nwodim, Nichole Sakura, Meryl Streep, Karen Huien Vanessa Bayer
Magdalena Montasser, Markus Pfeiffer, Martina Treger, Tobias Müller, Max Giermann, Martina Hill, Alina Khani
Walt Disney Studios Motion Pictures Germany GmbH