Wild Rose

Kinostart: 12.12.2019

ab12 OT: Wild Rose (Großbritannien 2018)
Länge: 101 Minuten
Genre: Drama / Musikfilm
Regie: Tom Harper
Drehbuch: Nicole Taylor
Darsteller: Jessie Buckley, Julie Walters, Sophie Okonedo, James Harkness
Verleih: Entertainment One Germany GmbH

Nach ihrer Entlassung aus dem Gefängnis will es die 23-jährige Rose-Lynn Harlan (Jessie Buckley) aus Glasgow noch einmal wissen. Mit rauem Charisma und unbändigem Talent möchte sie als Country Sängerin durchstarten. Rose-Lynns nächster Stopp wäre Nashville – wären da nicht ihre beiden Kinder, die bisher bei ihrer Großmutter Marion (Julie Walters) lebten. Diese appelliert an das Verantwortungsgefühl ihrer Tochter, ist nach Rose-Lynns Meinung aber selbst nicht gerade ein Vorbild für ein erfülltes Leben. 

Im Kampf um ihr Glück, zwischen Begeisterung, Vision und Verpflichtung, erhält Rose-Lynn Unterstützung aus unerwarteten Ecken. Einige umwerfende Gigs, Rückschläge und eine Reise ins amerikanische Country-Mekka später erkennt sie, dass es in der Tat um Verantwortung geht: für sich selbst und den eigenen Traum, der sich nicht nur alleine leben lässt. 

Kritik

Es sind meist die kleinen, aber äußerst feinen Filme, die mich begeistern. So wie der wunderbare WILD ROSE, der mich komplett gefangen genommen hat.

Filme aus Schottland haben bei mir eh einen Stein im Brett, daher war ich äußerst entzückt, als meine schottischen Freunde und Kollegen von WILD ROSE schwärmten, der im Februar beim Glasgow Film Festival zu sehen war. Es sollte aber noch ein paar Monate ins Land ziehen, bevor ich mich endlich selbst davon überzeugen konnte. Im Oktober wurde der Film auch beim Filmfest Hamburg gezeigt und was soll ich sagen: ich war hin und weg. Obwohl Country normalerweise überhaupt nicht zu der Musik gehört, die ich normalerweise höre, läuft der Soundtrack seitdem bei mir in Dauerschleife. 

Doch nicht nur das, auch die Geschichte ist schlichtweg wunderbar. Das liegt vor allem daran, dass der Regisseur Tom Harper eben gerade nicht in diverse Klischees abdriftet. So gibt es diverse Szenen, bei denen man zu wissen glaubt, wie sie enden werden. Doch falsch gedacht, es kommt alles anders. Und das ist verdammt gut so. 

Der Film überzeugt aber auch wegen seiner Hauptdarstellerin. Jessie Buckley, die alle Songs selbst gesungen hat, ist einfach umwerfend in der Rolle der toughen Rose-Lynn, die vielleicht nicht immer die besten Entscheidungen trifft, aber das Herz am rechten Fleck trägt. Allein durch ihre intensive Spielweise trägt sie den Film locker über die volle Distanz. Und wenn am Ende der Schluss-Song erklingt, dann wird klar, wie viel der Film zu sagen hat. 

WILD ROSE ist eine unfassbare wunderschöne Perle, die in allen Punkten überzeugen kann. Jetzt muss sie nur noch vom Kino-Publikum gesehen werden… 

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Filmplakat

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