Der Film der Woche

Sons of Norway

05.07.2012

Es rebelliert sich schlecht, wenn der eigene Vater noch lauter dagegen ist, als man selber. Als der Punk in den späten 70ern die Vororte von Oslo erreicht, hört Nikolaj zum ersten Mal die Sex Pistols – eine musikalische Offenbarung, die sein Leben verändert. Doch es ist nicht leicht gegen das Establishment zu sein, wenn der eigene Vater ein waschechter Hippie ist, der seinen Sohn zum Sommerurlaub ins Nudistencamp schleppt und auch mal den Schuldirektor zusammenfaltet. 

Kritik

Genau wie die Franzosen haben auch die Skandinavier ihre ganz eigene Art, Filme zu machen. Man denke z.B. an den Dänen Lasse Spang Olsen (In China essen sie Hunde, Old Men in News Cars) oder den Schweden Josef Fares (Kops). Aber auch die Norweger sind durchaus bekannt für skurrile Filme, wie z.B. O’Horten. Jetzt schickt sich SONS OF NORWAY an, in genau diese Fußstapfen zu treten. Ebenso skurril wie liebenswert, aber auch trocken wird die Coming-of-Age-Geschichte erzählt. Mal schreiend komisch, mal herzensgut nachdenklich – aber immer in der richtigen Balance. Genau so muss ein guter Film sein. Danke, Norwegen, für diese Söhne!

Trailer

FSK noch unbekannt

Originaltitel

Sønner av Norge (Norwegen / Schweden / Dänemark / Frankreich 2011)

Länge

88 Minuten

Genre

Komödie

Regie

Jens Lien

Drehbuch

Nikolaj Frobenius

Darsteller

Åsmund Høeg, Sven Nordin, Sonja Richter, Tony Veitsle Skarpsno, Camilla Friisk, Trond Nilssen, John Lydon

Verleih

Alamode Filmverleih

Filmwebsite

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