Lindenberg – Mach Dein Ding!

Kinostart: 16.01.2020

ab12 OT: Lindenberg – Mach Dein Ding! (Deutschland 2019)
Länge: 135 Minuten
Genre: Biographie / Drama
Regie: Hermine Huntgeburth
Drehbuch: Alexander Rümelin, Christian Lyra, Sebastian Wehlings
Darsteller: Jan Bülow, Detlev Buck, Max von der Groeben, Charly Hübner, Julia Jentsch, Martin Brambach, Ella Rumpf, Ruby O. Fee, Christoph Letkowski, Jeanette Hain, Saskia Rosendahl
Verleih: DCM Film Distribution GmbH

Von seiner Kindheit im westfälischen Gronau bis zum ersten, alles entscheidenden Bühnenauftritt in Hamburg 1973; von seinen Anfängen als hochbegabter Jazz-Schlagzeuger und seinem abenteuerlichen Engagement in einer US-amerikanischen Militärbasis in der libyschen Wüste, über Rückschläge mit seiner ersten LP bis zu seinem Durchbruch mit Songs wie „Mädchen aus Ost-Berlin“ oder „Hoch im Norden“ und „Andrea Doria“: Udo Lindenberg (Jan Bülow) ist ein Junge aus der westfälischen Provinz, der eigentlich nie eine Chance hatte, und sie doch ergriffen hat, um Deutschlands bekanntester Rockstar zu werden – ein Idol in Ost und West. 

Kritik

Gerade in Hamburg ist Udo Lindenberg so etwas wie eine lebende Legende – da nehmen wir sein Biopic LINDERBERG – MACH DEIN DING! natürlich besonders unter die Lupe…

Da glaubt man besonders als Hamburger alles über diesen Mann zu wissen, und dann kommt da ein Film um die Ecke, der Dir auf einmal völlig unbekannte Facetten zeigt. So war mir überhaupt nicht bewusst, dass Lindenberg vor seiner Karriere in einer US-amerikanischen Militärbasis in Libyen engagiert war. Überraschung!

Jan Bülow trifft die Eigenheiten und den Duktus eines Udo Lindenberg nahezu perfekt und so kann man sich als Zuschauer tatsächlich niemand anderen in der Titelrolle vorstellen. Am meisten überrascht jedoch Max von der Groeben, den man bislang überwiegend aus derben Komödien kannte. Ich muss zugeben, dass ich ihn als Lindenbergs Panik-Partner Steffi Stephan bis zur letzten Minute nicht erkannt habe – ein verdammt gute Zeichen für eine schauspielerische Leistung. 

Natürlich gibt es hier und dort ein paar Abstriche, aber die fallen nur auf, wenn man sich in Hamburg auskennt. So war Lindenbergs Plattenfirma natürlich niemals im Vattenfall-Gebäude in der City Nord, denn dort residierte ausschließlich der Stromanbieter, seinerzeit noch als HEW (Hanseatische-Elektrizitäts-Werke). Und auch die berüchtigte Location „Onkel Pös Carnegie Hall“ in Eppendorf scheint der Film eher in die Altstadt verlegt zu haben. Die dunklen und viel zu hohen Gebäude passen überhaupt nicht, wenn man die ursprüngliche Umgebung des Jazz-Schuppens kennt. Aber das sind Kleinigkeiten, die überhaupt nicht weiter ins Gewicht fallen. 

Hermine Huntgeburth hat mit LINDENBERG – MACH DEIN DING einen verdammt starken Film vorgelegt, der dem intensiven Leben des Vollblutmusikers mehr als gerecht wird, der aber vor allem auch keine Tiefpunkte ausspart und somit ein äußerst menschliches Antlitz erhält. Einen besseren Film hätte sich Udo Lindenberg sicherlich nicht wünschen können… 

Bildergalerie

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Filmplakat

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