1917

Kinostart: 16.01.2020

ab12 OT: 1917 (USA 2019)
Länge: 119 Minuten
Genre: Kriegsfilm / Drama
Regie: Sam Mendes
Drehbuch: Sam Mendes, Krysty Wilson-Cairns
Darsteller: George MacKay, Dean-Charles Chapman, Mark Strong, Andrew Scott, Richard Madden, Claire Duburcq, Colin Firth, Benedict Cumberbatch
Verleih: Universal Pictures International Germany GmbH

Auf dem Höhepunkt des Ersten Weltkrieges sollen die beiden britischen Soldaten Schofield (George MacKay) und Blake (Dean-Charles Chapman) eine nahezu unmögliche Mission erfüllen. In einem unbarmherzigen Wettlauf gegen die Zeit müssen sie sich tief in Feindesgebiet wagen und eine Nachricht überbringen, die verhindern soll, dass Hunderte ihrer Kameraden in eine tödliche Falle geraten. Auch das Leben von Blakes Bruder hängt vom Gelingen dieser Mission ab… 

Kritik

Mit 1917 erzählt Regisseur Sam Mendes ein ganz persönliche Geschichte und Roger Deakins beweist, warum er zu den besten Kameramännern gehört… 

Wer sich ein wenig mit Filmhistorie beschäftigt, dem sollte der Name Roger Deakins vielleicht geläufig sein. Neben „Blade Runner 2049“, für den er sowohl mit dem Oscar, als auch mit seinem vierten BAFTA-Award ausgezeichnet wurde, zeigte er sich auch für „Fargo“, „The Man Who Wasn’t There“, „O Brother, Where Art Thou?“, „No Country for Old Men“ oder „True Grit“ verantwortlich und kann 13 weitere Oscar-Nominierungen vorweisen. Ganz abgesehen von diversen anderen Auszeichnung, die ihm während seiner Karriere verliehen wurden. 

1917 wirkt, als wäre der gesamte Film in einer einzigen Plansequenz gedreht worden. Die Kamera ist den beiden Protagonisten ständig auf der Spur und als Zuschauer kommt man nicht umhin, dem ganzen Spektakel staunend und anerkennend zu folgen. Dabei fühlt es sich tatsächlich so an, als sei man mit den beiden Jungs im Schützengraben unterwegs, so intensiv ist die Kameraarbeit Deakins. Natürlich handelt es sich nicht um einen einzigen sogenannten One-Shot, sondern um diverse, die aber so perfekt geschnitten sind, dass es sich wie eine einzige Einstellung anfühlt. Das kann aber unter Umständen auch dazu führen, dass man vor lauter Staunen über die technische Leistung vergisst, eine emotionale Bindung zu den zwei Hauptcharakteren aufzubauen. Das ist schade, lässt sich aber vielleicht auch nicht zwingend vermeiden.

Die Idee zu 1917 kam Sam Mendes durch die Geschichten seines Großvaters, der als Lance Corporal im ersten Weltkrieg im Einsatz war. Aufgrund seiner geringen Größe wurde er überwiegend als Bote eingesetzt. Mendes erzählt hier aber nicht die Geschichte seines Großvaters, sondern versucht zu zeigen, was diese Männer damals alles durchmachen mussten, welche Opfer sie bringen mussten und wie sie an etwas glaubten, das sehr viel größer war, als sie selbst. Das ist ihm gemeinsam mit Roger Deakins mehr als gelungen und so stellt sich 1917 als eines der stärksten cinematischen Erlebnisse des noch jungen Kinojahres heraus. Alle Filme, die jetzt noch kommen, werden es zumindest schwer haben, dieses technische Niveau und die Intensität auch nur ansatzweise zu erreichen.

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