Just Mercy

Kinostart: 27.02.2020

ab12 OT: Just Mercy (USA 2019)
Länge: 137 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Destin Daniel Cretton
Drehbuch: Destin Daniel Cretton, Andrew Lanham, nach dem Buch „Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA“ von Bryan Stevenson
Darsteller: Michael B. Jordan, Brie Larson, Jamie Foxx, Rob Morgan, Tim Blake Nelson, Rafe Spall, O’Shea Jackson Jr., Karan Kendrick
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Nach Abschluss seines Studiums in Harvard hätte sich der junge Anwalt Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) lukrative Jobs aussuchen können. Stattdessen geht er nach Alabama, um zusammen mit der ortsansässigen Anwältin Eva Ansley (Brie Larson) Menschen zu verteidigen, die zu Unrecht verurteilt wurden oder sich keine angemessene Verteidigung leisten konnten. Einer seiner ersten und explosivsten Fälle ist der von Walter McMillian (Jamie Foxx), der 1987 für den berüchtigten Mord an einer 18-Jährigen zum Tode verurteilt wurde, obwohl die meisten Indizien seine Unschuld bewiesen und die einzige Zeugenaussage gegen ihn von einem Kriminellen stammte, der ein Motiv hatte zu lügen. 

In den folgenden Jahren verwickelt Bryans Kampf für Walter und viele andere ihn in ein Labyrinth aus juristischen und politischen Manövern und konfrontiert ihn mit offenem und ungeniertem Rassismus, während die Gewinnchancen – und das System – gegen sie stehen.

Kritik

Mit seinem dritten Film JUST MERCY zeigt Destin Daniel Cretton, dass der US-amerikanische Weg in eine Gesellschaft ohne Rassenhass und Polizeiwillkür noch ein weiter ist… 

2014 erschien das Sachbuch „Ohne Gnade: Polizeigewalt und Justizwillkür in den USA“ des Autors Bryan Stevenson. Stolze 150 Wochen hielt es sich auf der Bestsellerliste der New York Times und wurde u.a. vom Time Magazine zu einer der besten Publikationen des Jahres gekürt. Stevenson selbst wurde für das Buch zudem mit der Andrew-Carnegie-Medaille für Exzellenz, dem NAACP Image Award und dem Dayton Literary Peace Prize für Nonfiktion ausgezeichnet. Keine Frage also, dass sich Hollywood früher oder später dieses Stoffes annehmen würde.

Destin Daniel Cretton, der bereits mit seinen ersten beiden Filmen SHORT TERM 12 und  SCHLOSS AUS GLAS überzeugen konnte, schrieb auf Basis des Bestsellers gemeinsam mit Andrew Lanham das Drehbuch.

Cretton erzählt die Geschichte von Bryan Stevenson ohne großes Aufsehen und verzichtet darauf, die Figur größer darzustellen, als sie ist. Das macht sie besonders sympathisch, ist man doch aus Hollywood sonst andere Töne gewohnt. Mit einer einzigen Begegnung erklärt Cretton, warum sich Stevenson berufen fühlt, für all diejenigen zu kämpfen, für die sich sonst niemand interessiert, die unschuldig im Todestrakt auf ihre Hinrichtung warten. Dabei stößt er in einem seiner Fälle auf immer mehr Ungereimtheiten, muss jedoch feststellen, dass sich die Behörden für Fakten nur beschränkt zu interessieren scheinen. Doch er gibt nicht auf und kämpft – wenn auch mit ganz kleinen Schritten – immer weiter für die Gerechtigkeit.

Wenn der Film eines zeigt, dann dass der Weg in eine Gesellschaft ohne Rassenhass noch lange nicht am Ziel ist. Es ist ein mühsamer Weg, aber einer, für den es sich zu kämpfen lohnt. Und wer weiß, vielleicht nehmen sich ja noch ein paar mehr Menschen hieran ein Beispiel und stehen für die Schwächeren ein. Für unsere Gesellschaft wäre das ein Gewinn. 

Bildergalerie

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Filmplakat

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