Juliet, Naked

Kinostart: 15.11.2018

ab0 OT: Juliet, Naked (GB/USA 2018)
Länge: 98 Minuten
Genre: Drama / Komödie
Regie: Jesse Peretz
Drehbuch: Evgenia Peretz, Tamara Jenkins, Jim Taylor, nach dem Roman von Nick Hornby
Darsteller: Rose Byrne, Ethan Hawke, Chris O'Dowd, Lily Brazier, Ayoola Smart, Azhy Robertson, Denise Gough, Eleanor Matsuura, Thomas Gray, Phil Davis, Alex Clatworthy, Lily Newmark, Nina Sosanya, Matt King, Brodie Petrie, Cal Petrie
Verleih: Prokino Filmverleih GmbH

Tucker Crowe: Der Name des geheimnisvollen Rockstars ist das Einzige, was in der leidenschaftslosen Beziehung von Annie (Rose Byrne) und Duncan (Chris O’Dowd) noch für Zündstoff sorgt. 25 Jahre ist es her, dass der gefeierte Musiker (Ethan Hawke) seine letzte Platte veröffentlichte. Im Gegensatz zu dem fanatischen Tucker- Crowe-Fan Duncan verreißt Annie dessen neues Album „Juliet, Naked“ in einem Online-Forum – und bekommt plötzlich Post von Tucker Crowe höchstpersönlich… 

Kritik

Die Verfilmungen von Nick-Hornby-Romanen sind meist ziemlich kitschig und dadurch nicht unbedingt Jedermanns Sache. JULIET, NAKED bildet da ein äußerst angenehme Ausnahme!

Ob es vielleicht daran liegt, dass JULIET, NAKED eine US-britische Co-Produktion ist? Zumindest weht im Wind diese gewisse britische Zurückgenommenheit, die dem Film extrem guttut. Dabei hätte die Geschichte eigentlich sämtliche Zutaten für eine kitschige Umsetzung.

Da wären zuerst einmal die beiden Hauptfiguren, gespielt von Rose Byrne und Chris O’Dowd. Ein Paar, dass sich im Laufe der Zeit im Leben eingerichtet hat. Von Liebe kann man eigentlich nicht mehr sprechen, vielmehr von einer Zweckgemeinschaft. Doch anstatt diese Tatsache auszuschlachten, nimmt der Film sie als gegeben hin und verurteilt sie nicht, denn auf eine gewisse Art und Weise ergänzen sich die beiden durchaus. 

Dass diese Beziehung jedoch nicht auf Dauer so funktionieren kann, dürfte jedem Zuschauer klar sein. Nur wie befreit man sich aus der Langweiligkeit? Eine Frage, die sich vermutlich viele Menschen in ihrem Leben stellen. 

Ein weiterer positiver Aspekt des Films ist jedoch die Musik – und damit meine ich nicht den Soundtrack. Nein, die Art und Weise, wie sich der Film sowohl mit der Musikbranche, als auch mit Musiknerds auseinandersetzt, ist äußerst charmant. Denn der Film beobachtet extrem gut, ohne dabei wertend in die Handlung einzugreifen. Die Geschichte fühlt sich einfach so an, als hätte sie genau so in irgendeinem Kaff in Großbritannien stattgefunden. Diese geerdete Erzählweise ist es vermutlich, die JULIET, NAKED so besonders macht. 

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