Der Babadook

Kinostart: 07.05.2015

ab16 OT: The Babadook (Australien 2014)
Länge: 94 Minuten
Genre: Horror
Regie: Jennifer Kent
Drehbuch: Jennifer Kent
Darsteller:

Essie Davis, Noah Wiseman, Daniel Henshall, Barbara West, Ben Whispear


Verleih: Capelight Pictures Gerlach Selms GbR

Nach dem tragischen Tod ihres Mannes führt die junge Krankenschwester Amelia (Essie Davis) ein zurückgezogenes Leben mit ihrem Sohn Samuel (Noah Wiseman). Eines Abends liest sie ihm ein Kinderbuch mit dem Titel „Mister Babadook“ vor und Samuel glaubt darin das Monster aus seinen Träumen zu erkennen. Anfangs denkt Amelia, die Furcht des Jungen sei unbegründet. Doch die Gutenachtgeschichte entfaltet bald ihren verstörenden Sog und Amelia wird selbst zunehmend mit unheimlichen Phänomenen konfrontiert. Mit dem „Babadook“ sickert eine unheilvolle Bedrohung schleichend in das Leben der beiden. Denn wenn er erst einmal da ist, lässt er sich nicht mehr vertreiben. So steht es geschrieben. 

Kritik

Alle paar Jahre kommt ein Horrorfilm daher, der anders ist. DER BABADOOK ist genau so ein Film, der auch Nicht-Horrorfans (wie mich) überzeugen dürfte. Dabei erfindet der Film das Genre gar nicht neu und setzt eigentlich auf ähnliche Versatzstücke, wie viele andere Vertreter seines Genres auch. Doch dieser Film schafft es, dass man von diesen immer gleichen Elementen eben gerade nicht genervt ist, sondern fasziniert in diese Welt eintaucht.

Das liegt in der ersten Linie an den beiden eindrucksvollen Darstellern. Essie Davis als überforderte Mutter und Noah Wiseman als von Monstern „besessener“ Junge sind in Bezug auf ihre Performance schlichtweg unglaublich. Die emotionale Wandlung der Mutter im Laufe des Filmes wirkt zu jedem Zeitpunkt glaubwürdig und genau das dürfte den Reiz des Filmes ausmachen.

Jennifer Kent, die mit DER BABADOOK ihr Regiedebüt abliefert, hat mit der Besetzung der beiden Schauspieler alles richtig gemacht. Durch das intensive, aber gleichzeitig zurückhaltende Spiel der beiden Darsteller, fühlt man sich als Zuschauer tatsächlich wie ein heimlicher Besucher in deren Haus. Wenn einem Film dieses Genres dies gelingt, obwohl man der Horrorwelt sonst eigentlich wenig bis gar nichts abgewinnen kann, dann hat sich der Gang ins Kino mehr als gelohnt.

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Filmplakat

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