Das geheime Leben der Bäume

Kinostart: 23.01.2020

ab0 OT: Das geheime Leben der Bäume (Deutschland 2019)
Länge: 101 Minuten
Genre: Dokumentation
Regie: Jörg Adolph
Drehbuch: Jörg Adolph
Verleih: Constantin Film Verleih GmbH

Als Peter Wohlleben 2015 sein Buch DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME veröffentlicht, stürmt er damit über Nacht alle Bestsellerlisten: Wie der Förster aus der Gemeinde Wershofen hat noch niemand über den deutschen Wald geschrieben. Auf unterhaltsame und erhellende Weise erzählt Wohlleben von der Solidarität und dem Zusammenhalt der Bäume und trifft damit bei seiner stetig wachsenden Lesergemeinde einen Nerv: In Waldführungen und Lesungen bringt er den Menschen diese außergewöhnlichen Lebewesen näher. Wohlleben reist nach Schweden zum ältesten Baum der Erde, er besucht Betriebe in Vancouver, die einen neuen Ansatz im Umgang mit dem Wald suchen, er schlägt sich auf die Seite der Demonstranten im Hambacher Forst. Weil er weiß, dass wir Menschen nur dann überleben werden, wenn es auch dem Wald gut geht – und es bereits Fünf vor Zwölf ist…

Kritik

Fünf Jahre nach seinem Bestseller DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME kommt jetzt die gleichnamige Doku in die Kinos, die sich irgendwie nicht wirklich entscheiden kann, ob sie nun den Autor Peter Wohlleben portraitieren oder uns seine Erkenntnisse nahebringen möchte…

Ich muss ja ehrlicherweise zugeben, dass das Buch seinerzeit komplett an mir vorbei gegangen ist. Als ich jedoch zum ersten Mal von diesen Film hörte, war mir klar, dass ich ihn keinesfalls auslassen möchte. Im Gegenteil.

Die größte Zeit seiner 101 Minuten verbringt der Regisseur und Drehbuchautor jedoch damit, den Förster aus der Gemeinde Wershofen zu portraitieren. Das ist meist auch durchaus interessant, schließlich geht der Mann unkonventionelle Wege, um seine Botschaft zu verbreiten. Beim Titel DAS GEHEIME LEBEN DER BÄUME hätte ich aber eher erwartetet, möglichst detailliert über seine Erkenntnisse aufgeklärt zu werden. Stattdessen behandelt der Film diese Punkte aber nur oberflächlich. Immer dann, wenn man denkt, dass es wissenschaftlich interessant wird, schwenkt der Film schon wieder zum nächsten Auftritt des Försters. 

Irgendwie passt dieser Stil dann aber wieder zu Wohlleben selbst, der seine Arbeit recht unkonventionell herüberbringt. Ein etwas chaotischer Film über einen etwas chaotischen Menschen. Das passt, auch wenn der Titel etwas anderes verspricht. Am Ende bleiben jedoch viel zu vielen Fragen offen und man wünscht sich zumindest eine Fortsetzung, die noch tiefer in die Materie einsteigt und weniger Personenkult betreibt. Aber vielleicht werden wir das ja eines Tages sehen. Wer weiss… 

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Filmplakat

Neustarts am 23.01.2020

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