Benjamin Blümchen

Kinostart: 01.08.2019

ab0 OT: Benjamin Blümchen (Deutschland 2019)
Länge: 91 Minuten
Genre: Kinderfilm
Regie: Tim Trachte
Drehbuch: Bettina Börgerding
Darsteller: Manuel Santos Gelke, Heike Makatsch, Friedrich von Thun, Dieter Hallervorden, Uwe Ochsenknecht, Tim Oliver Schultz, Liane Forestieri, Jürgen Kluckert
Verleih: Studiocanal GmbH

Endlich Ferien! Otto (Manuel Santos Gelke) kann es kaum erwarten, die kommenden Wochen mit seinem besten Freund Benjamin Blümchen (Stimme: Jürgen Kluckert) im Neustädter Zoo zu verbringen. Allerdings ist seine gute Laune etwas getrübt durch die Sorgenfalten von Zoodirektor Herr Tierlieb (Friedrich von Thun), der dringend Geld für die anstehenden Reparaturarbeiten im Zoo benötigt. Eine Tombola soll’s richten!

Mitten in die Feierlichkeiten platzt der Bürgermeister von Neustadt (Uwe Ochsenknecht) dann mit einer Ankündigung: Er hat die gewiefte Zora Zack (Heike Makatsch) engagiert, um den Zoo zu modernisieren und zum neuen Prestige-Objekt von Neustadt zu machen. Und die emsige Fachfrau fackelt nicht lange: Erst wickelt sie Benjamin mit seinen geliebten Zuckerstückchen um den Finger – er soll das neue Werbegesicht der Kampagne werden –, dann rollen erste Baukräne an. Doch in Wirklichkeit hat Zora Zack ein ganz anderes Ziel…

Ob Otto, Benjamin und die anderen Zoobewohner ihr rechtzeitig auf die Schliche kommen, um ihre Pläne zu verhindern?

Kritik

Wenn man sich einmal all die Dinge vorstellt, die man bei einem teil-animierten Familienfilm falsch machen könnte, dürfte man am Ende bei BENJAMIN BLÜMCHEN landen. 

Als vor etwa einem Jahr der erste Teaser-Trailer zu BENJAMIN BLÜMCHEN erschien, wurde dieser bereits mit äußerst viel Häme überschüttet. Jetzt müssen selbst diejenigen, die noch gehofft hatten, dass der fertige Film bessere Animationen bieten würde, einsehen, dass all dies Wunschdenken umsonst gewesen ist. 

Dass BENJAMIN BLÜMCHEN als animierte Figur nicht wirklich gelungen ist und weit hinter den Quasi-Standards der Branche zurück bleibt, kann man ja vielleicht noch mit einem fehlenden oder zu geringem Budget entschuldigen. Aber dass nahezu alle Szenen vor einem deutlich sichtbaren Greenscreen gedreht worden sind, zeugt von einer komplett falschen Herangehensweise. Hier wirkt es tatsächlich so, als hätte der Praktikant die komplette Ausleuchtung übernommen und sich vorher zu diesem Thema lediglich ein paar YouTube-Videos angeschaut. 

Aber all das wäre nicht so schlimm gewesen, wenn die Macher diese Mankos mit einer guten Geschichte wettgemacht hätten. Aber stattdessen präsentieren sie uns ein Sammelsurium an Stereotypen, die kaum eindimensionaler sein könnten und die von den Darstellern am Rande des Overactings präsentiert wurden. Selbst die Gags zünden nicht wirklich und so war es nicht verwunderlich, dass die beiden Kinder, die ich zur Begleitung mitnehmen durfte, bereits nach der Hälfte der 91 Minuten Laufzeit gelangweilt auf ihren Sitzen saßen und mehr daran interessiert waren, ob denn die Kinderrutsche im Foyer nach dem Film endlich geöffnet sein würde. Wenn ein Familienfilm schon die kleinsten Zuschauer nicht erreichen kann, dann muss hier schon einiges im Argen sein…

Bildergalerie

Trailer

 

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Filmplakat

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