„Nachts im Museum“, „Zurück in die Zukunft“, „Die drei ???“ – Bezugspunkte sind genügend da, um den Spaß und den Anspielungsreichtum von BIBI BLOCKSBERG – DIE TOTAL VERHEXTE ZEITREISE noch intensiver genießen zu können. Dieser Kinderfilm über die Junghexe Bibi steckt so voller Ideen, dass man auch als Erwachsener aus dem Staunen nicht herauskommt.
Da Bibi Blocksberg (NALA) wieder mal verschlafen hat, muss sie auf ihrem klapprigen Fahrrad hektisch zur Schule fahren, während ihre Hexenfreundinnen Schubia (Carla Demmin) und Flauipaui (Philomena Amari) an ihr vorbeifliegen und sich über sie lustig machen. Barbara Blocksberg (Rosalie Thomass) hatte ihrer Tochter strikt untersagt, auf ihrem Besen Kartoffelbrei zur Schule zu fliegen, was Bibi zähneknirschend akzeptierte.
An der Schule angekommen, wartet auf Bibi der nächste Ärger: Da sie sich für ihr Praktikum zu spät angemeldet hatte, sind die besten Plätze längst vergeben. Bibis beste Freundin Marita (FIA) darf mit Kommissar Krause (Thorsten Merten) Kriminalfälle lösen, und Florian (Aithonas Avgoustakis) geht mit der Journalistin Karla Kolumna (Palina Rojinski) auf die Jagd nach heißen Storys. Für Bibi bleibt der langweilige Job als Museumswärterin.
Papa Bernhard (Friedrich Mücke) versucht, seine Tochter aufzumuntern, indem er sie in ein Kaleidoskop blicken lässt. In dieser Episode wechselt Regisseur Gregor Schnitzler völlig überraschend auf eine surrealistische Ebene: Vater und Tochter landen als Popduo mitten im Kaleidoskop, was Schnitzler wie einen knallbunten Videoclip inszeniert. Sequenzen wie diese werden wir im Verlauf des Films immer wieder erleben – wenn beispielsweise Personen auf einem Gemälde plötzlich anfangen zu tanzen.
Am nächsten Morgen beginnt Bibi ihr Praktikum auf Schloss Klunkerburg, das inzwischen in ein Museum umgewandelt worden ist. Dort wird sie von dem unfreundlichen Wachmann Tristan (Langston Uibel) eingewiesen, der ihr erklärt, dass ihre Aufgabe hauptsächlich darin besteht, aufzupassen, dass Besucher nichts berühren. Während ihres Rundgangs begegnet sie einer merkwürdigen Frau namens Beatrix von Molch (Fritzi Haberlandt), die einer Frau auf einem Gemälde aus dem 19. Jahrhundert erstaunlich ähnlich sieht.
Bibi lernt die sympathische Kuratorin Farrah Pahani (Nilam Farooq) kennen, die eine Ausstellung vorbereitet, in deren Mittelpunkt eine geheimnisvolle Spieluhr steht, die einen Diamanten enthalten soll, der alle Wünsche erfüllen kann. Doch niemand kennt den Code, um diesen wertvollen Gegenstand zu öffnen. „Diese Spieluhr gehörte einst meiner Urururgroßmutter Fritzi von Klunkerburg, die du hier als junges Mädchen neben ihrer Tante Mathilde von Molch siehst“, sagt Farrah zu Bibi und zeigt auf das uns schon vertraute Gemälde.
Bibi darf die Nacht über mit Farrah im Museum verbringen – doch plötzlich gibt es einen kurzen Stromausfall. Zu ihrem Entsetzen müssen die beiden feststellen: Die Vitrine mit dem wertvollen Schatz ist leer! Am nächsten Morgen verdächtigt Kommissar Krause Farrah, den Diebstahl begangen zu haben, und nimmt sie mit aufs Revier. Bibi „leiht“ sich das Wunderkraut Aloe Lara, ein Hexkraftverstärker, bei ihrer Mutter aus, um sich gemeinsam mit Marita in die vergangene Nacht zurückzubeamen und so Farrahs Unschuld zu beweisen. Doch irgendetwas geht bei dieser Hexerei schief – und die beiden Mädchen landen auf Schloss Klunkerburg: leider im 19. Jahrhundert, vor genau 139 Jahren. Da ist guter Rat teuer. So viel zu Bibis Hexenkünsten…
Bibi und Marita lernen Fritzi (Carmen Diego) kennen und freunden sich mit ihr an. Die ist nur kurz über den Besuch aus der Zukunft irritiert und warnt die beiden Mädchen, die so komisch gekleidet sind, vor ihrer bösen Tante Mathilde (Fritzi Haberlandt).
Was jetzt folgt, ist an Turbulenz nicht zu überbieten. Der Film schlägt eine Volte nach der anderen – sodass man im Kinosaal nur noch baff erstaunt zuschaut. Am Ende landen Bibi und Marita im Kerker. Aber zum Glück haben die Junghexen Schubia und Flauipaui einen Plan…
Diesen perfekt inszenierten und saukomischen Kinderfilm sollte sich niemand entgehen lassen!
Bibi Blocksberg – Die total verhexte Zeitreise (Deutschland 2026)
90 Minuten
Abenteuer / Familie / Fantasy
Gregor Schnitzler
Bettina Börgerding
Ralf Noack
Nala, Fia-Marie Lin, Carmen Diego, Carla Demmin, Philomena Amari, Aithonas Avgoustakis, Jakob Eberle, Leonard Vincent Schmiel, Rosalie Thomass, Friedrich Mücke, Palina Rojinski, Fritzi Haberlandt, Nilam Farooq, Thorsten Merten, Ludger Bökelmann, Langston Uibel
Leonine Distribution GmbH