Liebe

Kinostart: 20.09.2012

OT: Amour (Frankreich / Deutschland / Österreich 2012)
Länge: 125 Minuten
Genre: Drama
Regie: Michael Haneke
Drehbuch: Michael Haneke
Darsteller: Jean-Louis Trintignant, Emmanuelle Riva, Isabelle Huppert, Alexandre Tharaud, William Shimell, Ramón Agirre, Rita Blanco, Carole Franck, Dinara Droukarova, Laurent Capelluto, Jean-Michel Monroc, Suzanne Schmidt, Damien Jouillerot, Walid Afkir

Georges und Anne sind um die 80, kultivierte Musikprofessoren im Ruhestand und bereits seit einer halben Ewigkeit verheiratet. Ihre Tochter, ebenfalls Musikerin, hat sich längst ihr eigenes Leben aufgebaut und lebt mit ihrer Familie im Ausland. Eines Tages erleidet Anna einen Schlaganfall und kommt somit dem Tod gefährlich nahe. Doch Georges pflegt seine Frau mit schier unerschöpflicher Liebe und in totaler Aufopferung – doch diese neue Situation stellt den Beginn einer Bewährungsprobe für die Liebe der Beiden dar… 

Kritik

Selten hat mich ein Film so sehr mitgenommen, wie Michael Hanekes LIEBE. Unfähig im direkten Anschluss einen klaren Gedanken zu fassen ob der gerade gesehenen Bilder, geschweige denn, den Film auch nur ansatzweise einzusortieren – ich kann mich nicht erinnern, wann das zuletzt der Fall gewesen ist.

Dabei passiert in den 125 Minuten eigentlich gar nicht allzu viel. Nein vielmehr beobachtet Haneke seine beiden Protagonisten so eindringlich, dass man glaubt, beide bereits seit Jahren zu kennen. Man spürt förmlich die tiefe und ehrlich empfundene Zuneigung zwischen den Beiden. Zwei Menschen, die genau erkannt haben, was sie aneinander haben und dieses auch nach so vielen Jahren zu schätzen wissen. Allein aus diesem Gesichtspunkt könnte der Filmtitel nicht passender sein.

Doch wie viel Leid erträgt ein Mensch? Wie lange und wie sehr kann er sich für den anderen aufopfern? Und was passiert, respektive wozu ist der Mensch fähig, wenn diese Kraft nahezu erschöpft ist?

Dass das unausweichliche Ende bevorsteht, wird bereits in den ersten Minuten klar, wenn die Kamera die Polizei zeigt, die die Wohnung aufbricht und ihre aufgebahrte Leiche findet. Doch was zu diesem Zeitpunkt noch befremdlich wirkt, verwandelt sich nach gut zwei Stunden in etwas völlig Unausweichliches, ja gar in eine logische Folge.

LIEBE ist mit Sicherheit keine leichte Kost und durchaus auch kein Film, den man ein zweites Mal sehen kann. Aber dieses eine Mal ist so intensiv, so faszinierend, dass es einen förmlich zerreißt.

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/bydem-Or5ck

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