Kill Me Please

Kinostart: 17.05.2012

OT: Kill Me Please (Belgien 2010)
Länge: 95 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Olias Barco
Drehbuch: Olias Barco, Virgile Bramly, Stéphane Malandrin
Darsteller: Aurelien Recoing, Virgile Bramly, Daniel Cohen, Virginie Efira, Bouli Lanners, Benoit Poelvoorde, Saul Rubinek, Zazie de Paris, Clara Cleymans

Tief im Wald liegt Dr. Krugers Klinik. Hier wird gestorben was das Zeug hält. Kruger bietet etwas ganz Besonderes: schöner Sterben für alle, die es sich leisten können. Die Patienten sind entweder todkrank, lebensmüde oder total verrückt. Vor allem aber sind sie reich und zahlreich. Kruger muss entscheiden: wer darf bleiben, um individuell zu sterben und wer muss gehen, um wie alle weiter zu leben? 

Die morbide Gemeinschaft macht sich damit nicht nur Freunde. Sterben auf Rezept ruft Kritik auf den Plan und damit wird scharf geschossen. Ein mysteriöser Serienkiller geht um, der es auf die Sterbewütigen abgesehen hat. Das tödliche Curriculum gerät in heillose Verwirrung: Wer hat es auf wen abgesehen – die Klinik auf ihre Patienten? Der Killer auf die Klinik? Oder gar die Patienten aufeinander? Und welche Rolle spielt die schöne Steuerfahnderin Evard, die Dr. Krugers Reich unter eine misstrauische Lupe nimmt?

Kritik

Das die Belgier einen Hang zu absurden Geschichten mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor haben, weiß man nicht erst seit MANN BEISST HUND aus dem Jahre 1992. Ganz dieser Tradition folgend wimmelt es in KILL ME PLEASE nur von verschrobenen Charakteren. Vom Mann, der seine Frau beim Pokern verloren hat, über einen Regisseur, der vorgibt, Krebs im Endstadium zu haben, in Wahrheit aber nur von seiner Frau verlassen wurde, bis hin zur lange vergessenen Sängerin. Allesamt haben sie nur ein Ziel: zu sterben. Viele Gags treffen direkt ins Schwarze (und der Film ist in der Tat in schwarz-weiß gedreht), genau so viele schießen aber auch über das Ziel hinaus und hinterlassen einen faden Beigeschmack. Je weiter sich die Handlung entwickelt, desto mehr verzettelt sich der Film auch noch in seinen verschiedenen einzelnen Geschichten, so dass man sich am Ende fragen muss, worauf der Regisseur eigentlich hinaus wollte. Das insofern schade, als dass die filmische Umsetzung durchaus gelungen ist.

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/V9mnJR72dZk

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