Weißer, weißer Tag

Kinostart: 20.02.2020

ab12 OT: Hvítur, hvítur dagur / A White White Day (Island 2019)
Länge: 104 Minuten
Genre: Drama
Regie: Hylnur Pálmason
Drehbuch: Hylnur Pálmason
Darsteller: Ingvar E. Sigurðsson, Ída Mekkín Hlynsdóttir, Hilmir Snær Guðnason, Björn Ingi Hilmarsson
Verleih: Arsenal Filmverleih GmbH

Island, ein alleinstehendes Haus an einem abgeschiedenen Ort in betörend schöner Landschaft. Ein ehemaliger Polizist (Ingvar E. Sigurðsson), dessen Frau vor kurzem bei einem Autounfall ums Leben kam, verdächtigt einen Mann, eine Affäre mit seiner verstorbenen Frau gehabt zu haben. Seine obsessiven Nachforschungen stellen die Beziehungen zu seinen Nächsten – insbesondere zu seiner geliebten Enkelin (Ída Mekkín Hlynsdóttir) – zusehends auf die Probe. 

Kritik

Bei den 61. Nordischen Filmtagen in Lübeck war WEISSER, WEISSER TAG nur einer von gleich drei Filmen aus Island – am Ende gewann er aber sogar den Hauptpreis.

Es ist auch für mich als Filmkritiker immer wieder erstaunlich, welche Menge an starken Filmen jedes Jahr wieder aus dem beschaulichen Island kommt. Gleich drei waren es in diesem Jahr, die im Rahmen der Nordischen Filmtage Anfang November 2019 in Lübeck gezeigt wurden. Neben dem zusammenhangslosen Kurz-Episodenfilm ECHO und der Komödie MILCHKRIEG IN DALSMYNNI ist WEISSER, WEISSER TAG sicherlich der ungewöhnlichste. Das wird schon in der ersten Einstellung klar, die minutenlang auf einem einsamen Haus verharrt. 

Regisseur und Drehbuchautor Hylnur Pálmason macht es dem Zuschauer nicht gerade leicht, einen Zugang zu seinem zweiten Film zu finden. Kryptisch und distanziert kommt die Geschichte daher und es dauert ein wenig, bis man versteht, worum es hier überhaupt gegen soll. Doch irgendwann wird klar, worauf Pálmason hinaus will. Ich persönlich hatte an der Stelle schon ein wenig das Interesse an der Story verloren, so dass ich die Euphorie meiner Kollegen über diesen Film nicht so recht nachvollziehen konnte. Trotzdem zählte WEISSER WEISSER TAG durchaus zu den Highlights des Festivals und dass auch dieser Film neben den anderen beiden regulär in unsere Kinos kommt, ist durchaus ein gutes Zeichen. Ich hätte mir nur manches Mal etwas mehr Zugänglichkeit gewünscht, dann wäre er sicherlich auch mein Film der Woche geworden. So ist und bleibt es nur ein durchaus interessanter Film, der sicherlich sein Publikum finden wird. 

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Filmplakat

Neustarts am 20.02.2020

Limbo

Als die junge Compliance Managerin Ana Bergmann (Elisa Schlott) auf ein Geldwäsche-Netzwerk stößt, kreuzen sich ihre Wege noch am selben Abend mit denen eines alternden Kleinganoven (Martin Semmelrogge), einem verdeckten Ermittler (Frank Mailing) und einem Wiener Gangsterboss (Christian Strasser). Bei einem illegalen Bare-Knuckle-Fight verweben sich die Schicksale in einem Strudel aus Macht, Angst und Gewalt. Weiterlesen