Norman

Kinostart: 21.09.2017

ab0 OT: Norman: The Moderate Rise and Tragic Fall of a New York Fixer (USA / Israel 2016)
Länge: 119 Minuten
Genre: Drama
Regie: Joseph Cedar
Drehbuch: Joseph Cedar
Darsteller: Richard Gere, Lior Ashkenazi, Michael Sheen, Steve Buscemi, Charlotte Gainsbourg, Dan Stevens, Hank Azaria, Harris Yulin
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Am Rande der von Macht und Geld geprägten Welt New York Citys erträumt der einsame Möchtegern-Geschäftsmann Norman Oppenheimer (Richard Gere) große Finanzpläne – bislang allerdings völlig erfolglos. Mit leeren Händen dastehend, versucht Norman, sich mit jedermann anzufreunden, doch auch das unaufhörliche Kontakteknüpfen bringt ihn letztlich nicht weiter. Immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit nimmt er eines Tages Micha Eshel (Lior Ashkenazi) ins Visier. Der charismatische israelische Politiker ist in der Stadt ebenfalls allein und am Tiefpunkt seiner Karriere angekommen. Norman wittert Eshels momentane Beeinflussbarkeit und schenkt ihm ein überaus teures Paar Schuhe – eine Geste, die den Politiker tief berührt. 

Als er drei Jahre später Premierminister wird, erinnert sich Eshel wieder an Norman. Und der bekommt auf einmal genau das, wovon er immer geträumt hat: Respekt, und zwar im Überfluss. Beseelt vom Glücksgefühl des Erfolges versucht Norman bald, sich Eshels Namen zu Nutze zu machen, um den größten Deal aller Zeiten in die Tat umzusetzen: Eine Reihe von Kompensationsgeschäften, die Verknüpfungen zwischen dem Premierminister und Normans Neffen (Michael Sheen), einem Rabbi (Steve Buscemi), einem Mogul (Harris Yulin), seinem Assistenten (Dan Stevens) sowie einem Mitarbeiter des Finanzministeriums der Elfenbeinküste herstellen. Doch Normans kaleidoskopische Pläne gehen gehörig in die Hose und schaffen die Grundlage für eine mögliche internationale Katastrophe, die Norman nun unbedingt abwenden muss.

Kritik

In NORMAN könne wir Richard Gere einmal in einer für ihn durchaus ungewöhnlichen Rolle sehen: Die des schüchternen Möchtegern-Geschäftsmannes.

Selbstsicherheit ist nicht gerade die Stärke von Norman Oppenheimer, trotzdem versucht er sich gerade in einem Metier, in der man durch das Fehlen ebensolcher eigentlich zum Scheitern verurteilt ist. Trotzdem lässt sich unsere Hauptfigur nicht unterkriegen und macht munter weiter. Sie lügt, dass sich die Balken biegen, nur um auf Teufel komm raus irgendwelche Kontakte zu knüpfen, die vielleicht später einmal wichtig sein könnten. 

Regisseur Joseph Cedar, der auch das Drehbuch geschrieben hat, legt mit NORMAN einen extrem interessanten und äußerst vielschichtigen Film vor, der uns als Zuschauer einen interessanten Einblick in die Welt der Fixer und Strippenzieher der Machtmetropole Washington D.C. bietet. Oftmals erinnert der Film an die Werke von Woody Allen – und das meine ich durchweg positiv – so süffisant erzählt Cedar seine Geschichte. Und Richard Gere einmal einer solch untypischen Rolle zu sehen, ist eine wahre Freude. NORMAN ist ein kleiner, feiner Film für den Zuschauer, der etwas mehr Anspruch erwartet. 

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Filmplakat

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