Mary Shelley

Kinostart: 27.12.2018

ab12 OT: Mary Shelley (Großbritannien / Irland / Luxemburg 2017)
Länge: 120 Minuten
Genre: Drama / Historie
Regie: Haifaa Al Mansour
Drehbuch: Emma Jensen, Haifaa Al Mansour
Darsteller: Elle Fanning, Douglas Booth, Tom Sturridge, Bel Powley, Stephen Dillane, Joanne Froggatt
Verleih: Prokino Filmverleih GmbH

Sie ist jung, rebellisch und bereit, alle Zwänge und Konventionen ihrer Zeit zu überwinden: Das Schicksal führt die 16-jährige Mary (Elle Fanning) 1814 mit dem berühmten romantischen Dichter Percy Shelley (Douglas Booth) zusammen, der wie Mary selbst sein Leben der Literatur verschrieben hat. Doch die leidenschaftliche Liebe des jungen Paares wird trotz aller Offenheit und Toleranz immer wieder auf eine harte Probe gestellt. Als der Poet Lord Byron (Tom Sturridge) Mary Shelley zu einem literarischen Wettbewerb herausfordert, erfindet sie das wohl berühmteste literarische Geschöpf der Weltgeschichte: Frankensteins Monster….

Kritik

Frankenstein gehört ohne Zweifel zu den Meilensteinen der Horror-Literatur. Eigentlich ist eine Biographie der Autorin MARY SHELLEY mehr als überfällig… 

Als ich MARY SHELLEY im Juni 2018 beim Edinburgh International Film Festival zu sehen bekam, war ich anfangs ein wenig skeptisch. Gab es vielleicht einen Grund, warum die „Geschichte hinter der Geschichte“ bislang noch nicht als Stoff für einen Film diente? War sie zu langweilig, zu banal? Nun gut, mit der wunderbaren Elle Fanning in der Hauptrolle gibt es aber zumindest einen wesentlichen Grund, sich damit auseinander zu setzen. 

Gleich zu Beginn sei jedoch gesagt, dass die Biographie der MARY SHELLEY nicht wirklich aufregend ist. Natürlich ist es interessant, wie sie sich in ihrer Zeit als Frau durchsetzen musste, um sich überhaupt Gehör zu verschaffen, aber damit hört es dann auch schon auf. Die saudi-arabische Regisseurin Haifaa Al Mansour setzt daher vermutlich auch auf klassische Versatzstücke eines Biopics. Das dürfte einige Zuschauer sicherlich enttäuschen, die etwas Innovatives und Neues erwarten. Nein, Al Mansour findet keine neue Herangehensweise an dieses Genre, sondern folgt in erster Linie einfach nur ihren Figuren. Auch mir hätte ein frischerer, modernerer Ansatz durchaus gefallen, aber trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten. Vielleicht liegt es daran, dass ich die Geschichte der MARY SHELLEY bislang noch nicht kannte und mich so die Entstehungsgeschichte eines der bekanntesten literarischen Werke des Horrors durchaus interessierte. Wie dem auch sei, MARY SHELLEY ist eine klassische Biographie, wie sie im Buche steht. Wer nicht mehr erwartet, und wen diese Geschichte interessiert, der dürfte sicherlich nicht enttäuscht werden. 

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Filmplakat

Neustarts am 27.12.2018

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