Hot Air

Kinostart: 05.09.2019

ab6 OT: Hot Air (USA 2018)
Länge: 103 Minuten
Genre: Drama
Regie: Frank Coraci
Drehbuch: Will Reichel
Darsteller: Steve Coogan, Neve Campbell, Taylor Russell, Skylar Astin, Judith Light
Verleih: Kinostar Filmverleih GmbH

Lionel Macomb (Steve Coogan) ist der Star der konservativen Radiosendungen. Er lässt sich über brisante Themen aus, wie Gesundheitsversorgung und Einwanderung – und hat dadurch Einfluss auf die ohnehin schon aufgeheizten politischen Debatten. Er erreicht ein Millionen-Publikum. Doch auch Lionel muss sich mit zwischenmenschlichen Problemen herumschlagen: er kämpft mit seinem früheren Schützling um die Quoten und streitet öffentlich mit einer mächtigen Senatorin. 

Eine neue Herausforderung kommt mit seiner sechszehnjährigen Nichte Tess (Taylor Russell) auf ihn zu. Durch sie wird sein bisheriges Leben auf den Kopf gestellt. zudem muss er sich die Frage stellen, was Verantwortung bedeutet – und sich endlich damit auseinandersetzen, welche Macht seine Worte haben.

Kritik

In HOT AIR läuft Steve Coogan wieder einmal zur Höchstform auf – trotzdem stiehlt ihm jemand anders die Show…

Klar, so oder in recht ähnlicher Konstellation hat man diese Geschichte bereits des öfteren gehört. Ein älterer Typ, stark von sich selbst überzeugt, gerät einen jungen ebenbürtigen Gegner, der ihm die Leviten liest und zum Nachdenken veranlasst. Aber HOT AIR bringt gleich diverse Punkte mit, die ihn sehenswert machen.

Den ersten Punkt habe ich bereits eingangs erwähnt. Steve Coogan beim Spielen zuzusehen ist immer eine wahre Freude. Und wie er hier den konservativen Radiomoderator spielt, ist mehr als sehenswert. Als zweiten Punkt kommt die wunderbare Neve Campbell ins Spiel, die wir in letzter Zeit – zumindest gefühlt – viel zu wenig auf der großen Leinwand sehen.

Der dritte und vielleicht interessantes Punkt ist die Nachwuchsdarstellerin Taylor Russell, die mit ihrem Charme hier alle anderen Darsteller an die Wand spielt. Wie sie ihre zwischen Selbstsicherheit und Zweifeln hin und her gerissene Figur darstellt, ist eine absolute Wucht. 

Die Figuren und ihre Darsteller, die Regisseur Frank Coraci hier zusammenbringt, entpuppen sich als allesamt als glaubwürdig und perfekt besetzt. Kaum zu glauben, dass Corcaci, der uns bislang überwiegend Komödien wir KLICK, DER ZOOWÄRTER, DAS SCHWERGEWICHT oder URLAUBSREIF brachte, zu einer solche tiefgründigen Geschichte in der Lage ist. Und gerade in Zeiten wie diesen, in denen Populisten mit ihren kruden Gedanken immer mehr Anhänger finden, ist es wichtig zu sehen, dass es noch Menschen gibt, die dem etwas entgegenzusetzen haben.

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Filmplakat

Neustarts am 05.09.2019

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