Mit FURIOSA: A MAD MAX SAGA kehrt Regisseur George Miller in seine ikonische dystopische Welt in der Wüste zurück und erzählt mit Anya Taylor-Joy in der Hauptrolle die Vorgeschichte zu „Mad Max: Fury Road”.
Als die Welt untergeht, wird die junge Furiosa (erst Alyla Browne, später Anya Taylor-Joy) vom Grünen Ort der vielen Mütter entführt und fällt in die Hände einer großen Bikerhorde unter der Führung des Warlords Dementus (Chris Hemsworth). Bei ihrem Streifzug durch das Ödland stoßen sie auf die Zitadelle, die vom Immortan Joe (Lachy Hulme) beherrscht wird. Während die beiden Tyrannen um die Vorherrschaft kämpfen, muss Furiosa viele Prüfungen überstehen, während sie die Mittel zusammenstellt, um ihren Weg nach Hause zu finden.
Mit „Mad Max: Fury Road“ katapultierte uns George Miller vor zehn Jahren in die dystopische Welt zurück, die er zwischen 1979 und 1985 in drei Kinofilmen mit Mel Gibson erschaffen hatte. Wirklich überzeugt war das Studio 2014 nicht, zeigte den Film erst kurz vor Kinostart der Presse und erließ zudem noch ein zusätzliches Embargo für Besprechungen (siehe Kritik zu „Mad Max: Fury Road”). Doch dann kam alles anders, der Film schlug ein wie eine Bombe, und nahezu die gesamte Filmkritiker-Branche übertraf sich mit Lobeshymnen. Zu recht, denn der Film hat einfach Grenzen gesprengt und neue Maßstäbe gesetzt.
Jetzt sind zehn Jahre vergangen – ja, man mag es kaum glauben – und Miller ist bereit, uns die Vorgeschichte zu erzählen. Wie kam die Figur der Furiosa – in „Mad Max: Fury Road“ von Charlize Theron porträtiert – überhaupt zu ihrem Platz in der Mad Max Saga. Dafür nimmt sich Miller extrem viel Zeit: stolze 148 Minuten Lauflänge weist FURIOSA: A MAD MAX SAGA auf, da benötigt man durchaus ein gut trainiertes Sitzfleisch.
Auch hier überzeugt Miller wieder mit atemberaubenden Bildern, auch wenn vereinzelt zu erkennen ist, dass hier mehr CGI zum Einsatz kam als beim Vorgänger. Leider lässt auch die Geschichte durchaus zu wünschen übrig. Im Prinzip ist FURIOSA: A MAD MAX SAGA nicht viel mehr als ein immerwährender, mit Kämpfen getränkter Roadtrip. Nicht mehr und nicht weniger. Gut, das war „Mad Max: Fury Road“ auch, aber vor zehn Jahren konnte Miller das irgendwie ein wenig besser kaschieren.
FURIOSA: A MAD MAX SAGA ist Action-Kino auf extrem hohem Niveau, das aber leider viel zu häufig redundant wirkt. Den einen mag das nicht stören, aber mir war es irgendwann sogar ziemlich egal, wer da nun gerade gegen wen kämpft. Die tollen Bilder machen das zwar nicht hundertprozentig wett, aber immerhin dürfen wir eine furios aufspielende Anya Taylor-Joy erleben. Schade nur, dass sie erst nach knapp einer Stunde die Leinwand betritt…
Furiosa: A Mad Max Saga (USA / Australien 2024)
148 Minuten
Action / Science-Fiction
George Miller
George Miller. Nico Lathouris
Anya Taylor-Joy. Chris Hemsworth, Tom Burke, Alyla Browne, Charlee Fraser, Lachy Hulme,
Warner Bros. Entertainment GmbH