Das Wunder von Marseille

Kinostart: 07.11.2019

ab12 OT: Fahim (Frankreich 2019)
Länge: 108 Minuten
Genre: Drama
Regie: Pierre François Martin-Laval
Drehbuch: Pierre François Martin-Laval, Thiebault Vanhulle, Philippe Elno
Darsteller: Assad Ahmed, Gérard Depardieu, Isabelle Nanty, Mizanur Rahaman, Sarah Touffic Othman-Schmitt, Victor Herroux, Tiago Toubi, Alexandre Naud, Pierre Gommé, Axel Keravec, Didier Flamand, Pierre François Martin-Laval
Verleih: Tobis Film GmbH & Co. KG

Hals über Kopf muss der achtjährige Fahim (Assad Ahmed) aus seiner Heimat Bangladesch fliehen. Während seine Mutter und die Geschwister in dem von politischen Unruhen erschütterten Land zurückbleiben, machen sich Fahim und sein Vater Nura (Mizanur Rahaman) ganz allein auf den beschwerlichen Weg nach Frankreich, um dort Asyl zu beantragen. Doch kaum in Paris angekommen, beginnt erneut ein zermürbender Spießrutenlauf. Wo sollen sie eine Unterkunft und der Vater einen Job finden? Und so rückt die ersehnte Aufenthaltsgenehmigung schnell in weite Ferne. 

Doch dank seiner außerordentlichen Begabung für Schach findet Fahim in Sylvain (Gérard Depardieu) – einem der besten Schachtrainer Frankreichs – einen Förderer und wahren Freund, während Nura unaufhaltsam in die Illegalität abrutscht und untertauchen muss. Als seinem Vater kurz vor der französischen Schachmeisterschaft die Ausweisung droht, hat Fahim deshalb nur noch ein Ziel: Er muss die Meisterschaft in Marseille gewinnen und französischer Champion werden, damit ihre Flucht nicht umsonst gewesen ist.

Kritik

Eigentlich hat die Geschichte eines Flüchtlings, der irgendetwas erreichen muss, um bleiben zu dürfen, schon unfassbar oft im Kino gesehen – und trotzdem ist DAS WUNDER VON MARSEILLE durchaus sehenswert…

Pierre François Martin-Laval hat sich für seine aktuelle Regiearbeit eine wahre Geschichte ausgesucht, die er mit sehr viel Gefühl auf die Leinwand bringt. Das Gefühl, als kleiner Junge nur mit dem Vater in einem fremden Land gestrandet zu sein, ohne dessen Kultur oder Sprache zu kennen, bringt der Regisseur dem Zuschauer wunderschön nah. Bemerkenswert ist zudem, dass der Darsteller des jungen Fahim, der Laiendarsteller Assad Ahmed selbst auch aus Bangladesch stammt und genau wie seine Figur auch erst während der Dreharbeiten die französische Sprache erlernt hat. 

Gérard Depardieu ist als grantiger Schachlehrer natürlich voll in seinem Element und spielt die Rolle wie jede andere zuvor souverän ab. Das Highlight sind hier also tatsächlich all die unbekannten Darsteller, die dieses kleine Frama mit Leben füllen. Man kan dem Film zwar vorwerfen, dass er streng nach den Konventionen des Genres gedreht wurde und wenig überrascht, aber das würde dem Gesamtwerk nicht gerecht werden. Denn DAS WUNDER VON MARSEILLE hat sein herz am rechten Fleck und macht so auch noch auf die Situation vieler Flüchtlinge aufmerksam, die sich irgendwo in Frankreich ohne Papiere aufhalten und in ständiger Angst leben, entdeckt und in ihre Heimat zurückgeschickt zu werden. 

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Filmplakat

Neustarts am 07.11.2019

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