A Rainy Day in New York

Kinostart: 05.12.2019

ab0 OT: A Rainy Day in New York (USA 2019)
Länge: 93 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Woody Allen
Drehbuch: Woody Allen
Darsteller: Timothée Chalamet, Elle Fanning, Selena Gomez, Jude Law, Diego Luna, Liev Schreiber
Verleih: Filmwelt Verleihagentur GmbH

Mit seiner College-Liebe Ashleigh (Elle Fanning) plant Gatsby (Timothée Chalamet) ein romantisches Wochenende in New York. Ashleigh soll für die College-Zeitung den berühmten Regisseur Roland Pollard (Liev Schreiber) interviewen, in der verbleibenden Zeit möchte Gatsby ihr seine Stadt zeigen – und das ist vor allem das alte New York mit Klassikern wie der Bemelmans Bar und einer Kutschfahrt durch den Central Park. Doch Ashleigh wird von Roland Pollard nach dem Interview zu einem Screening seines neuesten Films eingeladen. Während sie mit ihm, seinem Drehbuchautor Ted Davidoff (Jude Law) und dem gefeierten Filmstar Francisco Vega (Diego Luna) von einer unerwarteten Situation in die nächste schlittert, muss sie Gatsby immer wieder vertrösten. 

Auf sich allein gestellt lässt dieser sich im Regen durch die Straßen New Yorks treiben. Und trifft dabei nicht nur auf Chan (Selena Gomez), die schlagfertige jüngere Schwester seiner Ex-Freundin, er hat auch ein Gespräch mit seiner Mutter (Cherry Jones), das für ihn alles verändert. So ist am Ende eines regnerischen Tages für beide, Gatsby und Ashleigh, nichts mehr so, wie sie es zuvor erwartet hatten…

Kritik

Wieder einmal spult Woody Allen sein altbekanntes New-York-Konzept durch. Auch wenn A RAINY DAY IN NEW YORK wenig überraschend ist, so ist der Film doch immerhin charmant…

Seine Vorstellung von verlorenen Seelen im Großstadtdschungel von New York hat der mittlerweile knapp 84-jährige bereits in zahlreichen Filmen umgesetzt, immer wieder mit der einen kleinen oder der anderen größeren Abweichung. Aber fast immer ist er seinem Stil der leichten Melancholie treu geblieben. Das ist auch jetzt wieder der Fall, wobei er sich hier vielleicht ein wenig zu sehr in Klischees verloren hat. Da wäre zum einen der eingebildete Boyfriend, dem man als Zuschauer aber auch wirklich gar nichts abgewinnen kann. Mit beinahe jeder Szene, in der er zu sehen ist, wirkt er mehr und mehr unsympathischer. Aber auch die Rolle von Elle Fanning ist für meinen Geschmack ein wenig zu farblos dargestellt – denn mit jeder ihrer Szenen geht einem als Zuschauer ihre Naivität mächtig auf den Zeiger. 

Ein Film, bei dem beide Hauptfiguren auf ihre eigene Art unerträglich sind, sollte eigentlich zum Scheitern verurteilt sein. Doch auf unerklärliche Weise besitzt der Film einen gewissen Charme, den man nicht leugnen kann. Auch wenn A RAINY DAY IN NEW YORK eigentlich im wahrsten Sinne des Wortes nur so vor sich hin plätschert, bleibt man irgendwie trotzdem am Ball. Am Ende hat man zwar sicherlich Allens besten Film gesehen, aber sein schlechtester war es immerhin auch nicht…

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