Yesterday

Kinostart: 11.07.2019

ab0 OT: Yesterday (Grißbritannien 2019)
Länge: 117 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Danny Boyle
Drehbuch: Richard Curtis
Darsteller: Lily James, Himesh Patel, Kate McKinnon, Ed Sheeran, Joel Fry
Verleih: Universal Pictures International Germany GmbH

Jack Malik (Himesh Patel) ist ein leidenschaftlicher, doch leider genauso erfolgloser Singer- Songwriter, der es nicht aus seinem verschlafenen Heimatdorf an der Küste Englands herausschafft. Den Traum vom großen Durchbruch hat er längst begraben – nur seine Jugendfreundin Ellie (Lily James) hält unerschütterlich daran fest und unterstützt ihn mit all ihrer Leidenschaft. 

Eines Tages wird Jack während eines mysteriösen weltweiten Stromausfalls von einem Bus angefahren. Als er wieder zu Bewusstsein kommt, scheint zunächst alles wie immer. Beim harmlosen Dahinsingen eines eigentlich weltbekannten Songs muss Jack erst feststellen, dass seine Freunde noch nie etwas von den Beatles gehört haben und kommt kurz darauf zu der unglaublichen Erkenntnis, dass die ehemals berühmteste Band der Welt und ihre zeitlos- genialen Klassiker aus dem Gedächtnis der gesamten Menschheit ausradiert wurden – nur nicht aus seinem.

Mit einem riesigen Fundus an unbekannten Welthits in der Tasche verzaubert Jack schnell sein ahnungsloses Publikum. Angetrieben von der kaltschnäuzigen Managerin Debra (Kate McKinnon), wird er über Nacht vom Niemand zum Superstar. Aber was nützt ihm all der Ruhm, wenn das, was er liebt, zurückbleibt? Um Ellie nicht zu verlieren, muss Jack erkennen, wo er hingehört.

Kritik

Mit YESTERDAY haben Danny Boyle und Richard Curtis eine romantische Komödie nach dem Was-Wäre-Wenn-Prinzip geschaffen, in der es die Beatles nie gegeben hat… 

Was wäre, wenn es die Songs der Beatles vom einen auf den anderen Moment nie gegeben hätte und sich nur ein einziger Mensch daran erinnert? Eine durchaus gelungene Grundidee, die sich der Drehbuchautor Richard Curtis da ausgedacht hat – die aber leider von ein paar Unstimmigkeiten begleitet werden.

Da wäre zuerst einmal, dass in der Welt dieses Films zwar die Beatles nicht existieren, die Stones aber sehr wohl (noch) bekannt sind, wie es in einer Dialogszene zu hören ist. Beschäftigt man sich aber mal ein wenig mit der Musikgeschichte, dann stößt man darauf, dass die Beatles einst einen Song für die Stones geschrieben haben. Als die Stones in London weilten, um ihr neues Album aufzunehmen, kamen sie ein wenig ins Stocken, weil ihnen noch ein Song dafür fehlte. Bei einem Treffen mit Paul McCartney erwähnte Mick Jagger dies, woraufhin ihm McCartney von einem Song erzählte, der aber noch nicht fertig sei. Kurzerhand setzte sich McCartney mit John Lennon in eine Ecke und komponierte den Song mal eben in 15 Minuten zu Ende. Geboren war „I Wanna Be Your Man“, den die Beatles dann selbst einige später gecovert haben. Nun ist im Film von nicht die Rede, weil sowohl Curtis als auch der Regisseur Danny Boyle davon nicht wussten, wie sie meiner Kollegin im Interview verraten haben. 

Aber eigentlich ist das auch nicht weiter schlimm, schließlich handelt es sich „nur“ um eine RomCom und da fallen solche Kleinigkeiten nicht weiter ins Gewicht. Denn die restliche Geschichte ist trotzdem stimmig, solange man sie nicht allzu sehr hinterfragt. Auch die Darsteller wissen zu überzeugen und so ist YESTERDAY am Ende ein gelungener Trip in eine eigentlich unvorstellbare Welt, verbunden mit einem wunderbaren Soundtrack.

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Filmplakat

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