Mr. Morgan’s Last Love

Kinostart: 22.08.2013

FSK noch unbekannt OT: Mr. Morgan's Last Love (Deutschland / Belgien 2013)
Länge: 116 Minuten
Genre: Drama
Regie: Sandra Nettelbeck
Drehbuch: Sandra Nettelbeck, nach einem Roman von Françoise Dorner
Darsteller: Michael Caine, Clémence Poésy, Justin Kirk, Jane Alexander, Gillian Anderson, Anne Alvaro
Verleih: Senator Film Verleih

Beginnend mit dem Tag, an dem Pauline (Clémence Poésy) ihm im Bus ihre Hilfe anbietet, stolpert der sture, vom Leben erschöpfte Matthew Morgan (Michael Caine) zurück ins Glück. Die entwaffnende Lebensfreude und der unerschütterliche Optimismus der jungen Frau erobern sein altes Herz und der stille Professor wird unverhofft zu einem Schüler des Lebens. Auf ihren alltäglichen Abenteuern mit Spaziergängen durch Paris, Mittagessen im Park und Reisen aufs Land entdeckt das ungewöhnliche Paar zahlreiche Schätze: Freundschaft, Gemeinschaft, Romantik – und die Bedeutung von Familie.

Pauline sucht bei Matthew die familiäre Geborgenheit, die sie so früh verlieren musste, während sich Matthew dank Pauline zum ersten Mal seit langem wieder seinem Sohn Miles (Justin Kirk) annähert. Was als Versuch von Miles und seiner Schwester Karen (Gillian Anderson) beginnt, Matthew nach Hause in die Vereinigten Staaten zu holen, führt zu Entwicklungen in Miles’ eigenem Leben, mit denen er nie gerechnet hätte. Gerade rechtzeitig lernen Vater und Sohn, sich wieder gegenseitig zu respektieren, die Vergangenheit ruhen zu lassen und der Zukunft entgegen zu sehen – und finden beide, jeder auf seine eigene Weise, wieder Liebe und Hoffnung.

Kritik

Es sind zumeist die kleinen Filme, die das Herz des Zuschauers erobern, die die ungeschminkte Wahrheit zeigen, aber trotzdem warmherzig und humorvoll sind. SO auch MR. MORGAN’S LAST LOVE mit einem (wie immer) eindrucksvollen Michael Caine und einer zauberhaften Clémence Poésy. Zwei Menschen, die erkennen, dass sie einander etwas zu geben haben und das Leben des jeweils anderen bereichern. Zwei Menschen, die diesen besonderen Moment erkennen und auch ergreifen.

Bittersüß erzählt Regisseurin Sandra Nettelbeck die Geschichte über eine kurze, aber intensive Zeit, die die beiden auf den ersten Blick so unterschiedlichen Menschen miteinander verbringen. Dabei sprechen wir aber keinesfalls von einer Liebesgeschichte, nein, diese Beziehung findet auf einer ganz anderen Ebene, einer intellektuellen und freundschaftlichen Ebene statt. Dabei wechselt Nettelbeck gekonnt zwischen einem gesunden Mass an Culture Clash und Melancholie, ohne dabei den Humor außer Acht zu lassen.

An Ende würde man diesen Menschen gerne noch viel länger, als nur zwei Stunden folgen, denn immer wieder zaubert MR. MORGAN’S LAST LOVE ein Lächeln auf das Gesicht des Zuschauers und entlässt ihn letztendlich mit einem wohligen Gefühl. Und vielleicht läuft der eine oder die andere in Zukunft mit offeneren Augen durch die Welt, schließlich gibt es da draußen genügend warmherzige Fremde…

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Filmplakat

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