Little Joe – Glück ist ein Geschäft

Kinostart: 09.01.2020

ab12 OT: Little Joe (Österreich 2019)
Länge: 106 Minuten
Genre: Science-Fiction / Drama
Regie: Jessica Hausner
Drehbuch: Jessica Hausner, Géraldine Bajard
Darsteller: Emily Beecham, Ben Wishaw, Kerry Fox, Kit Connor, David Wilmot, Phénix Brossard, Sebastian Hülk, Lindsay Duncan
Verleih: X Verleih AG

Die alleinerziehende Mutter und Wissenschaftlerin Alice (Emily Beecham) hat sich voll und ganz ihrem Beruf verschrieben. Als Botanikerin hat sie eine purpurrote Blume erschaffen, die eine ganz einzigartige Wirkung hat – bei idealer Raumtemperatur und ausreichender Zuwendung macht ihr Duft die Menschen glücklich! Heimlich nimmt Alice eine der Pflanzen für ihren 13jährigen Sohn Joe (Kit Connor) mit nach Hause, sie nennen sie „Little Joe“. Doch je weiter die geheimnisvolle Blume wächst, desto mehr verändern sich die Menschen in Alices Umfeld. Ihr Verdacht wird zunehmend stärker, dass ihre Schöpfung womöglich nicht so harmlos und glückverheißend ist, wie es ursprünglich geplant war… 

Kritik

Mit LITTLE JOE kommt ein kühler Science-Fiction-Streifen in die Kinos. Für meine Begriffe leider ein wenig zu unterkühlt…

Immer mal wieder kommen Filme um die Ecke, die eigentlich ziemlich gut gemacht sind, aber zu denen man irgendwie keinen Zugang findet. So ist es mir mit LITLE JOE ergangen, nur dass ich es mir in diesem Fall überhaupt nicht erklären kann. Schließlich weist der Film diverse Zutaten auf, die mir sonst eigentlich immer gefallen. 

Da wäre zuerst einmal eine reduzierte Optik. Ein guter Sci-Fi-Film muss nicht zwingend in jeder zweiten Szene Special Effects enthalten. Viel interessanter ist es doch, wenn sich das Futuristische im Kopf des Zuschauers abspielt und dabei trotzdem nicht so aussieht, als hätte man einfach kein Geld für Effekte gehabt. Weiter geht es mit den Darstellern. Davon hat LITTLE JOE eine ganze Menge zu bieten. Emily Beecham, Ben Wishaw oder Kerry Fox sind interessante Schauspieler, die ich durchaus gerne auf der großen Leinwand sehe. 

Aber warum fühlte sich der Film für mich trotzdem so meilenweit entfernt an? War ich am Sichtungstag vielleicht einfach nur nicht in der richtigen Stimmung? Oder enthält der Film irgendeine Zutat, die mich so gestört hat, dass ich sie erfolgreich wieder verdrängt habe? Es bleibt ein Rätsel, insofern kann ich jedem, dem Inhaltsangabe und Trailer zusagen nur ermuntern, sich diesen Film anzusehen. Irgendeine (mir unbekannte) Besonderheit scheint er ja zu haben, sonst würden ihn nicht so viele meiner Kollegen positiv besprechen. Ich habe mich inzwischen damit abgefunden, keinen Zugang gefunden zu haben. Und wer weiß, vielleicht schaue ich LITTLE JOE irgendwann noch einmal und frage mich, was damals eigentlich mein Problem gewesen ist…

Bildergalerie

Trailer

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Filmplakat

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