Der Effekt des Wassers

Kinostart: 25.05.2017

ab6 OT: L‘Effet aquatique (Frankreich / Island 2015)
Länge: 83 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Sólveig Anspach
Drehbuch: Sólveig Anspach, Jean-Luc Gaget
Darsteller: Florence Loiret Caille, Samir Guesmi, Didda Jónsdóttir, Philippe Rebbot, Estéban, Olivia Côte, Frosti Jón Rúnólfsson, Johanna Nizard
Verleih: Arsenal Filmverleih GmbH

Samir (Samir Guesmi), ein Kranfahrer aus einer Vorstadt von Paris, verliebt sich Hals über Kopf in Agathe (Florence Loiret Caille). Er findet heraus, dass sie Schwimmlehrerin ist, und um ihr näher zu kommen, gibt er sich als Nichtschwimmer aus, obwohl er eigentlich sehr gut schwimmen kann. Aber seine Schwindelei fliegt nach der dritten Stunde auf – und Agathe hasst Lügner!

Enttäuscht flieht sie nach Island zu einem internationalen Bademeisterkongress. Agathe hat aber nicht mit der Sturheit von Samir gerechnet, den selbst ein Ozean nicht aufhalten kann.

Kritik

Dass DER EFFEKT DES WASSERS es überhaupt in unsere Kinos schafft, ist so etwas wie ein kleines Wunder – denn die Regisseurin Sólveig Anspach verstarb, bevor sie ihn vollenden konnte. 

Zwei Drittel des Films hatte Anspach bereits geschnitten, als sie im Oktober 2015 plötzlich und für alle überraschen verstarb. Ihre Cutterin Anne Riégel, ihr Autor Jean-Luc Gaget, ihr Komponist Martin Wheeler, ihr Tonmischer Jean Mallet und ihr Produzent Patrick Sobelman kümmerten sich gemeinsam um das Ende des Schnitts und beendeten zusammen den Film im Dezember 2015. 

Im Oktober 2016 stellte der Hauptdarsteller Samir Guesmi den Film beim Filmfest Hamburg vor, wo er mit frenetischem Applaus gefeiert wurde. Während der Präsentation im Anschluss an den Film verfiel Guesmi ein wenig in seine schlaksige Rolle zurück und verwirrte kurzzeitig mit einem energischen „te te te te te te“ den Teil des Publikums, das den Saal vorzeitig verlassen wollte. Dann wechselte sein ernst drein blickendes Gesicht aber zu einem schelmischen Grinsen, was die angesprochenen „Verlasser“ sichtlich zu beruhigen schien und für lautes Gelächter sorgte.

Doch kommen wir zurück zum Film. Darin erzählt Anspach die liebenswerte Geschichte eines Aussenseiters, der für seine Liebe selbst Ozeane überwindet. Dass er sich dabei von einer grotesken Situation in die nächste bugsiert, ist einfach verdammt amüsant anzusehen. Ganz nebenbei hält er zudem auch noch die Lösung des Nahost-Komflikts parat, aber mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden. Nur so viel: Für Komödienliebhaber ist DER EFFEKT DES WASSERS absolute Pflicht!

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Filmplakat

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