Abikalypse

Kinostart: 25.07.2019

ab12 OT: Abikalypse (Deutschland 2019)
Länge: 99 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Adolfo J. Kolmerer
Drehbuch: Tim Gondi
Darsteller: Lea van Acken, Lucas Reiber, Jerry Hoffmann, Reza Brojerdi, Lisa-Marie Koroll, Oliver Korittke, Mehmet Kurtulus,
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Das Abitur haben die Außenseiter Musti (Reza Brojerdi), Yannick (Jerry Hoffmann), Hannah (Lea van Acken) und Tom (Lucas Reiber) endlich in der Tasche. Bevor der Ernst des Lebens auf die vier Freunde wartet und sich ihre Wege vielleicht trennen, versprechen sie ihren Mitschülern leichtsinnig die krasseste Party des Jahres. Sie wollen endlich allen beweisen, dass sie keine Loser sind und in ihnen mehr Fame als Fail steckt. Doch die Suche nach Anerkennung und digitalen Followern wirbelt die enge Freundschaft der vier gehörig durcheinander. Inmitten des Trubels erkennen Hannah und Tom zudem ihre wahren Gefühle füreinander. Die erste romantische Nacht zu zweit verkompliziert die Dinge jedoch nur noch mehr. Für die vier Freunde wird die Party ihres Lebens zur wichtigsten Prüfung ihrer Freundschaft.

Kritik

Es geht also doch! Endlich kommt mit ABIKALYPSE eine Schüler-Komödie in die Kinos, die ihre Figuren ernst nimmt…

Allein der Titel ABIKALYPSE ließ in mir sämtliche Alarmglocken schrillen. Wieder mal eine Komödie, in der es einzig und allein um den größten Gag, die abgefahrenste Party oder geilsten Peinlichkeiten geht. Also habe ich lange mit mir gehadert, ob ich den Termin der Pressevorführung überhaupt wahrnehmen soll. Zum Glück habe ich mich dafür entschieden, denn ABIKALYPSE hat mich vollends überrascht. Und zwar positiv!

Auch wenn Trailer und Inhaltsangabe den Eindruck erwecken, hier geht es endlich mal um wichtigere Dinge. Natürlich ist der Film keine tiefenpsychologische Abhandlung, aber er ist eben viel mehr, als er auf den ersten Blick zu sein vermag. Der Regisseur Adolfo J. Kolmerer hätte hier durchaus neue Höchstwerte auf der nach oben offenen Abgefahrenheitsskala erreichen können, aber er verzichtet darauf zum Wohle seiner Figuren. Denn die sind ihm offenbar nicht egal, als dass er sie durch einen Gag verheizen könnte. Nein, Kolmerer konzentriert sich stattdessen auf die Sorgen und Nöte seiner Protagonisten und nimmt sie ernst. Er fühlt mit ihnen und zeigt seinem Publikum, auf welche Dinge es im Leben wirklich ankommt. Das ist außergewöhnlich aber extrem wohltuend. 

Dass der Film außerdem in seiner Inszenierung nicht so wirkt, als würde uns ein Erwachsener die Welt der Jugend von heute erklären, ist ein weiterer Pluspunkt. Alle Aussagen, aber auch alle Anspielungen auf die sozialen Medien haben Hand und Fuß und wirken glaubhaft echt. Hinzu kommen vier wunderbare Darsteller, die sich zu keinem Zeitpunkt vorgeführt fühlen müssen, schließlich wurden sie von einem Regisseur angeleitet, der offenbar genau wusste, was er wollte und somit einfach mal alles richtig gemacht hat. Chapeau!

Bildergalerie

Trailer

Comments Closed

Kommentare sind geschlossen.

Filmplakat

Neustarts am 25.07.2019

Cleo

Die verträumte Cleo (Marleen Lohse) fühlt sich ihrer Heimatstadt Berlin auf ganz besondere Weise verbunden. Ihr größter Wunsch ist es, die Zeit zurückzudrehen – mit Hilfe einer magischen Uhr, die von den legendären Gebrüdern Sass erbeutet wurde und seither verschollen ist. Die junge Frau hofft, mit ihr den frühen Tod ihrer Eltern verhindern zu können. Weiterlesen

Ein ganz gewöhnlicher Held

Eine Kältewelle hat die Stadt Cincinnati fest im Griff. Der engagierte Bibliotheksmitarbeiter Stuart (Emilio Estevez) und seine Kollegin Myra (Jena Malone) kümmern sich um die unzähligen Obdachlosen, die Tag für Tag Zuflucht in der warmen Bibliothek suchen. Sie schätzen die Möglichkeit, sich hier auszutauschen, das Internet zu nutzen oder einfach zu lesen. Als die Minusgrade Weiterlesen