5 Jahre Leben

Kinostart: 23.05.2013

ab12 OT: 5 Jahre Leben (Deutschland 2012)
Länge: 96 Minuten
Genre: Drama
Regie: Stefan Schaller
Drehbuch: Stefan Schaller
Darsteller: Sascha Alexander Geršak, Ben Miles, rystan Pütter, John Keogh, Timur Isik, Kerem Can, Siir Eloglu, Tayfun Bademsoy
Verleih: Zorro Film

Was wäre Ihnen lieber? Einzelhaft mit Non-Stop Neon-Beleuchtung, amerikanische Popsongs in voller Lautstärke und plötzliche sinnlose Prügel? Oder neben einem Mithäftling eingesperrt zu sein, der Sie für einen Cheeseburger verrät? Am schlimmsten wäre es wahrscheinlich, den einzigen Freund umbringen zu müssen, selbst wenn dieser Freund ein Leguan ist… 

Murat Kurnaz (Sascha Alexander Geršak) wollte seinem Leben einen neuen Sinn geben, als er sich dem Islam zuwandte und nach dem 11. September nach Pakistan aufbrach, um eine Koranschule zu besuchen. Das weckt das Misstrauen der USA und so findet sich Kurnaz plötzlich insgesamt fünf Jahre als Gefangener in Afghanistan und Guantanamo vor.

Gail Holford (Ben Miles), Verhörspezialist der US-Regierung, der alle Tricks von Manipulation bis Einschüchterung beherrscht und dessen Hauptziel es ist, Kurnaz ein Geständnis zu entlocken. Aber Kurnaz hat nichts zu gestehen. Er ist unschuldig. So verstreichen Monate – Monate voller psychischer und physischer Folter – bis Kurnaz begreift, dass seine Weigerung, ein Geständnis zu unterzeichnen, das Einzige ist, was ihm bleibt.

Kritik

5 JAHRE LEBEN ist die Chronik eines unvorstellbaren Missbrauchs, der Film zeigt aber auch den Überlebenswillen eines Mannes, dem man alles genommen hat. 725 Tage inhaftiert, über ein Jahr davon in völliger Isolation. Geschlagen, gefoltert, verurteilt zu einem rechtlosen Leben, ohne jemals vor Gericht gestanden zu haben. Basierend auf Kurnaz‘ Interviews mit dem Journalisten Helmut Kuhn und seinem Bericht aus Guantanamo zeichnet Regisseur Stefan Schaller ein eigenes, kraftvolles und bleibendes Bild von Kurnaz‘ Überlebenskampf.

5 JAHRE LEBEN wurde zu Recht mit zwei Preisen beim Max-Ophüls-Festival ausgezeichnet und ist stellenweise durchaus schwer zu ertragen. Am Ende steht aber ein eindrucksvoller Film über Menschenrechte, der nicht eindringlicher sein könnte.

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Filmplakat

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