Take Shelter – Ein Sturm zieht auf

Kinostart: 22.03.2012

OT: Take Shelter (USA 2011)
Länge: 126 Minuten
Genre: Drama
Regie: Jeff Nichols
Drehbuch: Jeff Nichols
Darsteller: Michael Shannon, Jessica Chastain, Shea Wigham, Katy Mixon, Kathy Baker

Curtis LaForche (Michael Shannon) lebt mit seiner Frau Samantha (Jessica Chastain) und der gemeinsamen sechsjährigen, tauben Tochter Hannah in einer Kleinstadt in Ohio. Als Teamleiter einer Sandgewinnungs-Firma verfügt er über ein bescheidenes Einkommen. Samantha, Hausfrau und Mutter, verdient mit einem Teilzeitjob als Näherin dazu, indem sie ihre handgefertigten Artikel jedes Wochenende auf dem Flohmarkt verkauft. Das Geld ist knapp und die Familie muss ständig kämpfen, um die Ausgaben für Hannahs Krankenversicherung und Förderschule abzudecken. Dennoch werden Curtis’ und Samanthas Liebe und ihr glückliches Familienleben nicht davon beeinträchtigt.

Aber dann beginnen Curtis’ Alpträume von einem herannahenden apokalyptischen Sturm. Er behält diese verstörenden Erlebnisse für sich und verarbeitet seine Angst, indem er obsessiv einen Schutzbunker im Garten baut. Sein anscheinend unerklärliches Verhalten irritiert und verwirrt Samantha und Kollegen, Freunde und Nachbarn wenden sich von ihm ab.

Doch die Belastung für seine Ehe und die angespannte Beziehung zu seinen Mitmenschen sind nichts im Vergleich zu der Bedrohung, die sich in Curtis’ Träumen manifestiert. Da seine verstörenden Visionen auf irgendeine Katastrophe hinzudeuten scheinen, vertraut sich Curtis Samantha an – und stellt somit deren Liebe auf eine harte Probe.

Kritik

Auf den ersten Blick scheint TAKE SHELTER ein klassischer Horrorfilm zu sein. Doch weit gefehlt – der drohende Sturm ist vielmehr eine Metapher für die aktuellen Zustände in den USA: Klimawandel, Finanzkrise und fehlenden oder mangelhafte Krankenversicherungen. Treten diese Dinge ein, ist es vorbei mit dem „Land der unbegrenzten Möglichkeiten“. Aber da ein „echter Amerikaner“ dem nicht tatenlos zusieht, packt er kräftig an – und baut (in diesem Fall) einen Sturmschutzbunker.

Was den Film so interessant macht, ist die Tatsache, dass er sich keinem Genre so richtig zuordnen lässt. Ein Thriller? Ein Psycho-Drama? Oder gar Mystery? Es finden sich zwar Elemente all dieser Genres im Film, eine eindeutige Zuordnung ist jedoch nicht wirklich möglich. Das wird dann auch zum (einzigen) Schwachpunkt des Filmes, da der Zuschauer lange Zeit nicht weiß, wohin die Reise gehen soll. So ist es auch nahezu unmöglich, das durchaus schockierende Ende vorherzusehen. Was dann wiederum ein Pluspunkt ist.

Bildergalerie

Trailer

httpvh://youtu.be/QIOb5vQ19mU

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