Moonlight

Kinostart: 09.03.2017

OT: Moonlight (USA 2016)
Länge: 111 Minuten
Genre: Drama
Regie: Berry Jankins
Darsteller: Alex R. Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Mahershala Ali, Naomie Harris
Mathias Wagner gefällt dieser Artikel

Der zehnjährige Chiron (Alex Hibbert), der den Spitznamen „Little“ trägt, wächst in Miami fernab jeglichen Glamours auf. Als er in einer Sozialbausiedlung vor seinen Peinigern flieht, kommt ihm Juan (Mahershala Ali) zu Hilfe, ein Drogendealer, der fortan gemeinsam mit seiner Freundin Teresa (Janelle Monáe) zu seinem Mentor und Beschützer wird. 

Im zweiten Kapitel hat Chiron (Ashton Sanders) mit der Liebe zu seinem Schulkameraden Kevin (Jharrel Jerome) zu kämpfen, während sich der Zustand seiner drogensüchtigen Mutter (Naomie Harris) zunehmend verschlechtert. Zu all dem gesellt sich außerdem noch ein traumatischer Zwischenfall auf dem Schulhof, der sein Leben nachhaltig verändern wird.

Im dritten Kapitel hat sich der mittlerweile erwachsene Chiron (Trevante Rhodes) – jetzt bekannt unter seinem Gangnamen „Black“, in Atlanta ein neues Leben aufgebaut und sich dabei so sehr von seinen Mitmenschen abgeschottet, wie es irgendwie geht. Erst ein Anruf aus der Vergangenheit bringt wieder Bewegung in sein Leben, die in einem wahrhaft unerwarteten und doch unvergesslichen Wiedersehen mit Kevin (André Holland) führt.

Kritik

Man merkt, dass wir uns in der Award-Season befinden. Mit MOONLIGHT kommt nun ein weiterer Oscar-Anwärter auf den besten Film in die deutschen Kinos, der uns einfach mal eine gesamte Lebensgeschichte erzählt. Und die geht unglaublich zu Herzen…

Über drei Epochen begleitet MOONLIGHT das Leben eines Menschen und lässt uns ganz nah an seinem Kampf um einen Platz in der Welt teilhaben. Ein besonderes Lob muss man dabei der Casting Abteilung aussprechen, der es unter der Leitung yon Yesi Ramirez gelungen ist, drei Darsteller unterschiedlichen Alters zu finden, denen man es in jeder Sekunde abnimmt, dass sie dieselbe Person portraitieren. Als Zuschauer muss man nach einem Kapitelwechsel nicht lange überlegen, welche der Figuren jetzt Chiron ist. Positiv hervorheben muss man aber ebenso die Leistungen von Mahershala Ali in der Rolle des Drogendealers Juan, der Chiron zu Beginn unter seine Fittiche nimmt und Naomie Harris als seine drogenabhängige Mutter, die dazu nicht wirklich in der Lage ist. 

Eigentlich zeigt MOONLIGHT ein recht gewöhnliches Leben, das erst durch die eindrucksvolle Erzählweise besonders wird. So ist MOONLIGHT eine kleine Perle von einem Film, die uns zeigt, wie wir alle in unserem Leben durch persönliche Augenblicke oder Menschen geprägt werden – und wie der Schmerz der ersten Liebe ein ganzes Leben lähmen kann. Ein eindrucksvolles Meisterwerk. 

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Filmplakat

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