Wunder

Kinostart: 25.01.2018

ab0 OT: Wonder (USA 2017)
Länge: 114 Minuten
Genre: Drama
Regie: Stephen Chbosky
Drehbuch: Stephen Chbosky, Steven Conrad, Jack Thorne, nach dem Roman von R. J. Palacio
Darsteller: Julia Roberts, Jacob Tremblay, Owen Wilson, Izabela Vidovic, Mandy Patinkin, Daveed Diggs, Danielle Rose Russell, Nadji Jeter, Noah Jupe, Bryce Gheisar, Millie Davis, Elle McKinnon, Kyle Breitkopf, Ty Consiglio, James A. Hughes, Sonia Braga
Verleih: Studiocanal GmbH

August „Auggie“ Pullmann (Jacob Tremblay) ist zehn Jahre alt. Er ist witzig, klug und großzügig. Er hat humorvolle Eltern (Julia Roberts und Owen Wilson) und eine phantastische große Schwester. Doch Auggie ist Außenseiter: Ein seltener Gendefekt hat sein Gesicht entstellt. „Was immer Ihr Euch vorstellt – es ist schlimmer“, notiert er in sein Tagebuch. 

Bisher wurde er zuhause unterrichtet und versteckte sein Gesicht am liebsten unter einem Astronautenhelm, doch nun soll er eine reguläre Schulklasse besuchen. Nach anfänglicher Skepsis nimmt Auggie all seinen Mut zusammen und beschließt, sich den Abenteuern zu stellen, die das Leben für einen so außergewöhnlichen Jungen wie ihn bereithält…

Kritik

Mit WUNDER drückt Regisseur Stephen Chbowsky zwar mächtig auf die Tränendrüse, traut sich am Ende aber einfach zu wenig, um sich von anderen Vertretern des Genres abzuheben.

Chbowskys letzter Film VIELLEICHT LIEBER MORGEN (OT: The Perks of Being a Wallflower) mit Logan Lerman und Emma Watson zählt für mich immer noch zu den besten Coming-of-Age-Filmen. Entsprechend neugierig war ich auf WUNDER, schließlich liegen zwischen den beiden Filmen ganze fünf Jahre. Entsprechend hoch waren meine Erwartungen, schließlich habe ich durchaus ein ähnliches Meisterwerk erwartet. 

Mit WUNDER macht es sich Chbowsky dann aber doch ein wenig zu einfach. Klar kommt ein Film über einen Aussenseiter, der seinen Platz im Leben sucht und findet, beim Publikum in der Regel immer gut an, aber sehr häufig wiederholen sich die Geschichten auch einfach nur. WUNDER bildet da leider keine Ausnahme. Routiniert spult der Film alle Ereignisse eines Aussenseiter-Films ab, ohne dabei wirklich zu überraschen. Stattdessen geht Chbowsky lieber auf Nummer Sicher und hält sich strikt an die gängigen Regeln Hollywoods. 

Dass dabei trotzdem ein sehenwerter Film herauskommt, liegt natürlich an erster Linie an seinen Darstellern. Die Familie Pullman, allen voran Julia Roberts und Owen Wilson agieren souverän und glaubwürdig. Trotzdem bleibt am Ende die Erkenntnis zurück, dass man das alles schon mal so oder so ähnlich gesehen hat. Das ist schade, denn wäre Chboswky mit demselben Mut an den Film gegangen, wie an VIELLEICHT LIEBER MORGEN, dann wäre WUNDER ein ganz wunderbarer Film geworden. 

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Filmplakat

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