Wohne lieber ungewöhnlich

Kinostart: 17.05.2018

ab0 OT: C'est quoi cette famille?! (Frankreich 2016)
Länge: 95 Minuten
Genre: Komödie
Regie: Gabriel Julien-Laferrière
Drehbuch: Camille Moreau, Olivier Treiner, François Desagnat, Romain Protat
Darsteller: Julie Gayet, Thierry Neuvic, Julie Depardieu, Lucien Jean-Baptiste, Claudia Tagbo, Philippe Katerine, Chantal Ladesou, Arié Elmaleh, Nino Kirtadze, Caterina Murino, Teilo Azaïs, Violette Guillon, Lilian Dugois, Chann Aglat, Luna Aglat, Benjamin Douba Paris, Sadia Diallo, Louvia Bachelier
Verleih: Neue Visionen Filmverleih GmbH

Sophie (Julie Gayet) und Hugo (Lucien Jean-Baptiste) sind frisch verliebt, haben einen kleinen bezaubernden Sohn, Gulliver (Sadia Diallo), und heiraten im siebten Himmel. Von Sophies skeptischem Sohn Bastien (Teilo Azaïs), der schon die Trennung am Horizont sieht, wollen sie sich nichts vermiesen lassen.

Bastien hat schon zu viele Väter kommen und gehen sehen und weil nicht nur Sophie nach drei Ehen drei Kinder hat, sondern auch die Väter fleißig weiter heiraten, ergibt das nach Patchwork-Arithmetik: Sechs Halbschwestern/-brüder, acht Erziehungsberechtigte und ebenso viele Zuhause. Sophie, Hugo und ihre sechs Elternkollegen haben eine komplexe Freizeitlogistik entwickelt, die die Kinder nicht nur von einem Zuhause zum nächsten, sondern auch vom Cello zum Ballett, vom Schach- zum Klavierunterricht delegiert. Ihre Kinder sind Nomaden und das geht denen maximal auf die Nerven.

Eines Tages drehen Bastien und seine Halbgeschwister den Spieß um und Sophie und Hugo sehen sich mit einer Sorgerechtsrevolution konfrontiert. Die Sprösslinge haben eine Altbauwohnung gekapert, sie fordern Residenzstabilität und überreichen den acht Elternteilen einen sorgfältig erdachten Betreuungsplan, nach dem die Eltern um die Nachwuchs-WG zirkulieren sollen. Es kommt zu einem Patchwork-Ping-Pong, bei dem Sophie und Hugo plötzlich gezwungen sind, nicht mehr nur für sich, sondern für die Gemeinschaft zu denken. Das bedeutet Chaos, und noch viel mehr.

Kritik

Französische Familien-Komödien schwappen in letzter Zeit immer häufiger in die deutschen Kinos. Doch WOHNE LIEBER UNGEWÖHNLICH hebt sich wohlwollend von all dem Einheitsbrei ab – mit einer äußerst cleveren Idee…

Über die Probleme von Patchwork-Familien hat es bereits viele Filme gegeben und auch Kinder von geschiedenen Paaren standen schon mehrfach im Mittelpunkt. Aber WOHNE LIEBER UNGEWÖHNLICH geht noch einen Schritt weiter und dreht den Spieß um. Denn hier sind es die Kinder, die das ewige Hin und Her zwischen den Familien satt haben. Als sich die Gelegenheit bietet, besetzen sie heimlich die Wohnung der gerade verstorbenen  Tante. Fortan leben die Kinder alle unter einem Dach und die Eltern müssen sich an einen Plan halten, wer wann dort die Aufsichtspflicht innehat. 

So einfach diese Idee ist, so wunderbar ist die Umsetzung, denn die Kinder haben die Macher perfekt besetzt. Aber auch die anfangs verdutzen Eltern tragen im wesentlichen zum Gelingen des Films bei. Es gibt sie also doch noch, die kleinen Geschichten aus dem Leben, die genauso originell wie glaubwürdig sind. Davon darf es gerne noch ein paar mehr geben… 

Bildergalerie

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Filmplakat

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