Verschwörung

Kinostart: 22.11.2018

ab16 OT: The Girl in the Spider's Web (USA 2018)
Länge: 116 Minuten
Genre: Thriller
Regie: Fede Alvarez
Drehbuch: Fede Alvarez, Jay Basu und Steven Knight, basierend auf dem Roman von David Lagercrantz
Darsteller: Claire Foy, Sverrir Gudnason, Sylvia Hoeks, Lakeith Stanfield, Claes Bang, Vicky Krieps
Verleih: Sony Pictures Releasing GmbH

Als ein Wissenschaftler damit beauftragt, seine Arbeit aus den Händen der Amerikaner zu stehlen, findet sich Lisbeth Salander (Claire Foy) plötzlich in einem mysteriösen Netz aus Lügen Gewalt wieder. Nachdem Unbekannte die Daten an sich genommen haben, ihre Wohnung in Brand gesetzt und Lisbeth als vermeintlich tot zurückgelassen haben, muss die Hackerin flüchten. Zusammen mit ihrem alten Freund, dem Journalisten Mikael Blomquist (Sverrir Gudnason), muss sie sich fortan auf eine gefährliche Reise begeben, um ihre Angreifer ausfindig zu machen, den Sohn des Wissenschaftlers und sich zurückholen, was man ihr gestohlen hat. Je mehr sich das Netz zusammenzieht, desto mehr muss sich Lisbeth mit den Schatten ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen. 

Kritik

Mit VERSCHWÖRUNG kommt jetzt der vierte Teil der Millennium-Trilogie in die Kinos. Und ja, das ist kein Verleser…

Da der Autor Stieg Larson kurz nach Veröffentlichung seiner Trilogie verstorben ist, waren ursprünglich keine weiteren Fortsetzungen zu erwarten. Doch jetzt hat der Autor David Lagercrantz die Reihe forgesetzt und Fede Alvarez („Don’t Breathe“) den Roman verfilmt. Herausgekommen ist dabei eine recht seltsame Mischung, die zwar eine Verbindung zur Trilogie erkennen lässt, ansonsten aber relativ blass ausfällt. 

Es beginnt damit, dass Lisbeth Salander deutlich weniger punkig aussieht, als ihre von Nomi Rapace dargestellt Version. Auch die Besetzung von Mikael Blomquist mit einem deutlich jüngeren Darsteller (Sverrir Gudnason) verwirrt den Zuschauer. 

Am enttäuschendsten ist jedoch die Handlung, die sich als äußerst beliebig entpuppt. Keine Spur mehr von der gesellschaftskritischen Story der ersten drei Teile. VERSCHWÖRUNG erzählt lediglich die Geschichte eines einfachen Krimis, nicht mehr und nicht weniger. Das mag für irgendeinen Film genügen, aber nicht als vermeintliche Fortsetzung einer ultrabrutalen Reihe. Hier hat jemand seine Hausaufgaben leider nicht korrekt erledigt. 

Einzig Claire Foy in der Rolle der Lisbeth Salander kann einigermaßen überzeugen. Sie bemüht sich redlich, gegen das maue Skript anzukämpfen. Nur leider reicht das nicht und so bleibt VERSCHWÖRUNG leider nur gesundes Mittelmaß. Schade eigentlich. 

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Filmplakat

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