Van Gogh – An der Schwelle zur Ewigkeit

Kinostart: 18.04.2019

ab6 OT: At Eternity's Gate (USA / Frankreich 2018)
Länge: 111
Genre: Biographie / Drama
Regie: Julian Schnabel
Drehbuch: Jean-Claude Carrière, Julian Schnabel, Louise Kugelberg
Darsteller: Willem Dafoe, Rupert Fiend, Oscar Isaac, Mads Mikkelsen, Mathieu Almaric, Emmanuelle Seignier, Niels Arestrup, Anne Consigny, Amira Casar, Vincent Perez,
Verleih: DCM Film Distribution GmbH

Um den Zwängen des Lebens von Paris zu entkommen, hat sich Vincent van Gogh in die Dörfer von Arles und Auvers-sur-Oise zurückgezogen, wo man ihn teils liebevoll, teils brutal behandelt. Madame Ginoux, die Besitzerin eines örtlichen Restaurants, hat wegen seiner Armut Mitleid mit ihm und gibt ihm einen Band, den er mit Zeichnungen füllt. Andere dagegen fürchten seine düsteren Stimmungsschwankungen. Sein enger Freund und Künstlerkollege Paul Gauguin kann ihn nicht mehr ertragen und macht sich davon. Allein sein geliebter Bruder und Kunsthändler Theo unterstützt ihn unablässig, schafft es aber nie, auch nur ein einziges Gemälde Vincents zu verkaufen. 

Kritik

Die Filme das Regisseurs Julian Schnabel sind gewöhnungsbedürftig. Da macht auch VAN GOGH – AN DER SCHWELLE DER EWIGKEIT leider keine Ausnahme…

Entweder man mag sie oder man hasst sie, die Filme von Julian Schnabel – dazwischen gibt es eigentlich nicht. Schließlich hat der französische Regisseur eine ganz andere Herangehensweise an ein Thema. Wenn man sich darauf einlässt und einen Zugang findet, dann sind seine Filme aber immer ein Erlebnis. 

Eigentlich hätte mir VAN GOGH – AN DER SCHWELLE DER EWIGKEIT auch gefallen müssen, schließlich gelingt es Schnabel fabulös, den Gemütszustand des Malers mit der Kamera einzufangen. Mir persönlich war aber der exzessive Einsatz einer wackeligen Handkamera etwas zu viel und obwohl ich seine Absicht dahinter verstehen kann, hat mich die Inszenierung beinahe wahnsinnig gemacht. Das hat mir den eigentlich Zugang zum Film etwas verbaut, so dass ich mit der Geschichte nicht wirklich warm geworden bin. 

Trotzdem sind die Leistungen der Darsteller besonders hevorzuheben, denn Willem Dafoe beispielsweise spielt nicht nur van Gogh, nein er IST van Gogh. Zudem erinnern die intensiven Farben des Films stark an die Gemälde des Künstlers und wer sich einmal mit dem Leben des Künstlers auseinandergesetzt hat, wird den Film vermutlich feiern. 

Ich hingegen bleibe distanziert, weigere mich aber, diesen Film als „schlecht“ zu bezeichnen. Nein, er entspricht einfach nicht meinen Sehgewohnheiten und das ist auch in Ordnung. Sein Publikum wird VAN GOGH – AN DER SCHWELLE DER EWIGKEIT trotzdem finden, da bin ich mir ziemlich sicher.

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Filmplakat

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