Trautmann

Kinostart: 14.03.2019

ab12 OT: Trautmann (Deutschland / Großbritannien / Irland 2018)
Länge: 120 Minuten
Genre: Drama / Biographie
Regie: Marcus H. Rosenmüller
Drehbuch: Marcus H. Rosenmüller, Nicholas Schofield
Darsteller: David Kross, Freya Mavor, John Henshaw, Dave Johns, Harry Melling, Gary Lewis
Verleih: SquareOne Entertainment GmbH

Bernd Trautmann (David Kross), 1923 in Bremen geboren, wird mit 17 Jahren in die Wehrmacht eingezogen. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges gerät er in britische Kriegsgefangenschaft und wird in der Nähe von Manchester inhaftiert. 

Bei einem Fußballspiel unter deutschen Kriegsgefangen wird Jack Friar (John Henshaw), Coach des Provinzclubs St. Helens, auf Bernds Talent als Torwart aufmerksam und engagiert ihn für seinen Verein. Trautmann verliert sein Herz an Margaret (Freya Mavor), die hübsche Tochter seines Trainers. Als nach Kriegsende der Erfolgsverein Manchester City Bernd „Bert“ Trautmann als Torwart engagiert, muss er St. Helens schweren Herzens verlassen: Der Deutsche, der als „Feind“ zur Mannschaft Jack Friars kam, verlässt sie als Freund.

Doch in Manchester löst die Verpflichtung des deutschen „Nazi-Torwarts“ eine große Welle der Entrüstung und des Protestes aus. Während des legendären Cup-Finals 1956 sichert Bernd seiner Mannschaft vor 100.000 Besuchern im Londoner Wembley-Stadion, darunter auch die Queen, den spektakulären Sieg – und gewinnt zugleich die Herzen aller Fußballfans. Was während des Spiels niemand ahnt: Trautmann spielt die letzten 20 Minuten mit einem gebrochenen Halswirbel! Als die Öffentlichkeit davon erfährt, wird der deutsche Torwart in ganz England als Held gefeiert, und seine Geschichte geht um die Welt. Zur gleichen Zeit ereilt ihn jedoch ein tragischer Schicksalsschlag, der sein komplettes Leben auf den Kopf stellen sollte…

Kritik

Erstaunlich, dass es immer noch Schicksale aus der Geschichte gibt, die kaum jemandem bekannt sind. So wie das des Bernd TRAUTMANN… 

Bereits im Oktober vergangenen Jahres war TRAUTMANN auf dem Filmfest Hamburg zu sehen. Kurze Zeit später wurde der Kinostart jedoch verschoben und das ist durchaus gut so. Denn hierbei handelt es sich keinesfalls um einen schlechten Film – absolut nicht! Aber durch die Verschiebung musste sich das doch recht unbekannte Thema nicht mit so vielen anderen starken Filmen messen. Ein Schicksal, das beispielsweise für MARY POPPINS KEHRT ZURÜCK nicht gerade gut ausgegangen ist, da sich der Film partout nicht gegen den äußerst erfolgreichen Kerkeling-Film DER JUNGE MUSS AN DIE FRISCHE LUFT durchsetzen konnte. 

Jetzt, nach den Oscars, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus und ein Film wie TRAUTMANN erhält so hoffentlich die Chance, die er verdient. Denn die Geschichte des Deutschen, der nach dem zweiten Weltkrieg ausgerechnet in Großbritannien zum Fussball-Helden wird, ist äußerst sehenswert. Das liegt natürlich in erster Linie an der Geschichte, die selbst für Nicht-Fussball-Fans interessant ist, aber auch an den hervorragenden Darstellern. Allen voran natürlich David Kross in der Rolle des Bernd „Bert“ Traumann, der hier tatsächlich die perfekte Besetzung darstellt. Aber auch Freya Mavor weiß hier zu überzeugen. In Deutschland kennt man sie vielleicht aus dem Musical MAKE MY HEART FLY (Sunshine on Leith) oder der schwarzen Komödie DEAD IN A WEEK. Außerdem zählt sie zu den wenigen britischen Darstellerinnen, die sich parallel auch in Frankreich eine Karriere aufgebaut haben. 

Doch zurück zum eigentlichen Film: Die bedingungslose Liebesgeschichte zwischen Margaret und Bert lässt sich auch auf die beiden Völker abbilden, steht sie doch für Versöhnung und Verständigung, für das Verzeihen und das Überwinden von Grenzen und Vorurteilen. Und so steht die Geschichte eines einzelnen Mannes am Ende für so viel mehr, als man als Zuschauer eingangs gedacht hätte. Und seien wir doch mal ehrlich: Wer hatte denn vorher schon einmal etwas von dieser unglaublichen Geschichte gehört? Richtig, so gut wie niemand. Und genau deshalb gehört sie auf die große Leinwand. 

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