Tom & Jerry

Kinostart: 12.08.2021

ab0 OT: Tom & Jerry (USA 2021)
Länge: 101 Minuten
Genre: Familie / Komödie / Animation
Regie: Tim Story
Drehbuch: Kevin Costello
Darsteller: Chloë Grace Moretz, Michael Peña, Colin Jost, Rob Delaney, Pallavi Sharda, Jordan Bolger, Patsy Ferran, Nicky Jam, Bobby Cannavale, Lil Rel Howery, Ken Jeong
Verleih: Warner Bros. Entertainment GmbH

Vielen Dank für die Blumen. Wer erinnert sich nicht an Song von Udo Jürgens, bei dem jeder sofort an TOM & JERRY denken muss. Nun gibt es erstmals ein großes Leinwand-Abenteuer der beiden Streithähne, der sie in die reale Welt verfrachtet. 

Auf der Suche nach einer neuen Bleibe nistet sich die freche und diebische Maus Jerry in das noble New Yorker Royal Gate Hotel ein, während sich dort gerade die junge Kayla (Chloë Grace Moretz) unter Vorspielen falscher Tatsachen einen Job ergattert hat. Da dort am Tag darauf die größte und prächtigste Hochzeit des Jahrhunderts stattfinden soll, engagiert Kayla kurzerhand Tom, um den ungebetenen Gast loszuwerden. Als sich das Katz-und-Maus-Spiel der beiden Streithähne immer weiter zuspitzt, steht möglicherweise nicht nur Kaylas Karriere auf dem Spiel, sondern gleich die ganze Hochzeit oder gar die Zukunft des kompletten Hotels. 

Ich war nach der Sichtung des Films durchaus hin- und hergerissen, denn eigentlich zeigt der Film genau das, was die beiden Zeichentrickhelden schon immer gemacht haben: sich gegenseitig die Köpfe einschlagen. Also im Prinzip genau das, was von einer Verfilmung auch erwarten würde. So weit, so gut.

Doch dann stellt sich die Frage, warum man die Zeichentrickfiguren in eine echte Umgebung versetzen musste. Immerhin hat man aus den Figuren keine hippen 3D-Männchen gemacht, wie es sonst heutzutage durchaus üblich ist. So wirken alle Figuren zwar irgendwie fremd, aber man erinnert sich doch an die ursprüngliche Zeichentrickserie. 

Der größte Fauxpas ist aber sicherlich, dass man um die Kloppereien der beiden eine selten dämliche und generische Geschichte gebaut hat. Sämtliche Versatzstücke daraus hat man schon mindestens einmal in anderen Filmen gesehen. Das ist nichts Neues, nein, das ist sogar fürchterlich langweilig. Also sparen wir uns dieses Remake doch einfach, bedanken uns aber noch kurz für die Blumen. Denn die kommen in diesem Film von Annett Louisan. 

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